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 Betreff des Beitrags: Die Geschichte von den Kontinenten
BeitragVerfasst: Di 24. Feb 2009, 03:02 
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Die Formung des Universums

Bei Anbeginn der Zeit war das Universum ein Chaos, ohne Form, ohne Sinn und Zweck. Bis zur Geburt der Titanen, mächtige gottgleiche Wesen, denen es zu verdanken war, dass sich Planeten entwickelten und weiteres Leben entstehen konnte. Doch das geordnete Universum der Titanen war stets in Gefahr: Dämonen aus dem Twisting Nether, mit ähnlichen Kräften wie die Titanen, strebten danach, die Kreationen der Titanen zu zerstören und das Universum wieder ins Chaos zu stürzen.
Um der Bedrohung durch die Dämonen Einhalt zu gebieten, wurde Sargeras, einer der mächtigsten Krieger der Titanen ausgewählt. Sargeras durchstreifte Jahrtausende lang das Universum und vernichtete alle Dämonen denen er begegnete. Doch während seines Kampfes gegen die Hexenmeister der Eredar wurde Sargeras von ungewohnten Gefühlen übermannt. Ihm war es unbegreiflich, wie ein Wesen solch abgrundtiefen Hass gegen alles Gute haben konnte.


Sargeras’ Verrat

Seine nächsten Gegner waren die Nathrezim, eine Gruppe von Dreadlords, die die Bewohner der Welten mit Misstrauen und Eifersucht gegeneinander aufschürten. Sargeras bezwang die Nathrezim, doch ihre Hinterhältigkeit machte ihn noch betrübter. Schlussendlich fanden der Hass und die Boshaftigkeit einen Weg in Sargeras’ Herz. Seine Mission erschien ihm auf einmal so sinnlos, dass er die Titanen verließ und sich in die Weiten des Universums zurückzog.
Doch Sargeras sollte nicht in der Unendlichkeit der Zeit verschwinden. Alles Gute war inzwischen von ihm gewichen, und er gab den Titanen die Schuld an dem Scheitern des Universums. In seinem Wahnsinn befreite er die Dämonen der Eredar und der Nathrezim aus ihren Gefängnissen, und bildete zwei Armeen unter der Führung von Kil’Jaeden dem Trügerischen und Archimonde, dem Entweiher. Kil’Jaeden wiederum wählte Tichondrius den Verdunkler zur rechten Hand. Archimonde nahm sich die Pitlords und deren Anführer Mannoroth, den Zerstörer, als Gehilfen. Als er sah, dass seine Armee komplett war, gab Sargeras den Befehl zum Aufbruch. Der Kreuzzug der Brennenden Legion nahm seinen Lauf...


Die Alten Götter

Währenddessen setzten die Titanen ihre Werke fort. Auf der Welt die später den Namen Azeroth tragen sollte, trafen sie jedoch auf Widerstand. Eine Gruppe Elementarwesen, genannt die Alten Götter, stellte sich ihnen in den Weg. Das Pantheon – die Herrscher über die Titanen – beschloss, Krieg gegen die Elementarwesen zu führen. Nach ihrem Sieg verbannten sie alle verbliebenen Elementarlords unter die Erde, und begannen mit der Neuformung der Welt.
Aus magischem Stein erschufen die Titanen die Earthen, welche Höhlen gruben und die Erde bearbeiteten. Seeriesen formten die Ozeane, bis am Ende nur ein einziger, perfekter Kontinent übrig blieb: Kalimdor – Das Land des ewigen Sternenlichts.
Zu dieser Zeit lebten fünf mächtige Drachenvölker auf Azeroth. Ihr Einfluss war so groß, dass die Titanen ihnen die Fähigkeit erteilten, über das Land zu wachen. Dann verließen die Titanen Azeroth und zogen weiter, die nächste Welt zu formen.


Das Erwachen der Kaldorei

Azeroth – eine mystische Welt in einem geheimnisvollen Universum. Unter der Beobachtung der Drachen entfalteten sich Pflanzen und Lebewesen in Frieden und ohne Einschränkungen. Tiere und Humanoide schritten über die weiten Ebenen des Planeten und Vögel genossen die Freiheit des unendlich scheinenden Himmels. Es war ein friedliches und unbeschwertes Zeitalter... das Zeitalter vor der Ankunft der Brennenden Legion.
Zehntausend Jahre bevor Menschen und Orks im ersten Krieg aufeinander trafen, war Kalimdor Heimat von unzähligen Rassen und Kreaturen. Inmitten des Kontinents befand sich ein geheimnisvoller See, von dem eine magische Aura ausging. Dieser See – spätere Generationen werden ihm den klangvollen Namen „Quell der Ewigkeit“ geben – war das pulsierende Herz von Azeroth, das Zentrum seiner Magie und die Kraftquelle der Natur.
Das Glühen des Sees lockte eine der größeren Gruppen auf Kalimdor an, die Nachtelfen. Genauer gesagt die Rasse der Kaldorei, was in ihrer Sprache soviel wie „Kinder der Sterne“ bedeutet. Sie gründeten Siedlungen und lebten fortan in der Nähe des Quells der Ewigkeit, der die Mitglieder des Stammes mit Kraft und Weisheit beglückte. Während sie die Macht des Quells studierten, wuchsen die Kaldorei gleichzeitig selber zu magiebegabten Wesen heran. Gesegnet mit Unsterblichkeit und arkanen Kräften, entwickelten sie sich zur herrschenden Rasse der Welt.
Doch einigen Kaldorei gefiel die Entwicklung nicht, und sie warnten davor, dass die entfesselte Magie der Quelle womöglich eines Tages außer Kontrolle geraten könnte. Aber ihre Brüder und Schwestern waren zu sehr fasziniert von dem Studium der Magie, um sie zu hören...
Die großen Zauberer und Magier der Nachtelfen erschufen wunderschöne Städte und magische Werkzeuge, um die Welt nach ihrer Vorstellung zu formen. Eine dieser Magierinnen war Azshara, die weiseste Zauberin der damaligen Zeit. Sie versammelte um sich die fähigsten aller magiekundigen Kaldorei, die Hochgeborenen. Die Hochgeborenen entwickelten sich zu einer eingeschworenen Glaubensgemeinschaft, die Azshara als ihre Göttin verehrten.


Die Brennende Legion erobert Kalimdor

Die Macht Hochgeborenen stieg ständig, und mit ihr die Bereitschaft der Zauberer, sich auf immer größere Wagnisse einzulassen, um auch an die letzten Geheimnisse des Quells zu gelangen. Und nicht nur das Interesse der Elfen an dem Brunnen stieg – auch die bösen Mächte aus dem Twisted Nether wurden der seltsamen Magie des Planeten Azeroth gewahr.
Doch Barriere zwischen der materiellen Welt und der Welt der Dämonen hielt das Böse davon ab, sich der Quelle zu bemächtigen. Sargeras, der abtrünnige Titan und Anführer der Brennenden Legionen, musste daher einen anderen Weg finden. In den Augen der noblen Nachtelfen sah er die Gier nach mehr Macht, mehr Wissen über die Magie – und er wusste, was zu tun war.
Während Sargeras damit begann, die Hochgeborenen zu beeinflussen, sammelten seine Diener Archimonde und Mannoroth eine mächtige Invasionsarmee um sich. Königin Azshara und ihre Anhängerschar wurden schließlich von Sargeras’ dunkler Magie überwältigt, und als Zeichen ihrer Loyalität halfen die Hochgeborenen, ein Portal in den Tiefen des Quells der Ewigkeit zu errichten. Die Kraft des Portals war nicht stark genug, um Sargeras selber Eintritt in die materielle Welt zu verschaffen, aber für die Armee der Brennenden Legion reichte es allemal ... und die Invasion nahm ihren Anfang.
Krieger und Dämonen, Magier und Hexenmeister der Legion fegten über Kalimdor in einem alles vernichtenden Sturm. Sie belagerten die Städte der Kaldorei und brannten alles nieder, was ihnen in die Quere kam. Feuerspeiende Meteore, beschworen von den mächtigsten Hexenmeistern, schlugen auf das Land ein, zerstörten weite Ebenen und brannten die Wälder nieder. Blutrünstige Höllenkreaturen schlachteten die Tiere ab und zeigten keine Gnade mit der Natur.
Die Kaldorei erkannten zu spät, was sie mit ihrem ungebändigten Drang nach Wissen entfesselt hatten. Sie warfen Armee um Armee in die Schlacht, doch nichts konnte den unergründlichen Hass der Brennenden Legion aufhalten. Wie ein Kornfeld, das geerntet wird, rissen die Bösen Mächte Siedlung um Siedlung an ihre Kontrolle, und die Nachtelfen mussten hilflos zusehen, wie die Dämonen ihr einst blühendes und gedeihendes Land schändeten und nur Asche und Staub hinterließen.


Der Krieg der Alten

Der Kampf um Kalimdor schien aussichtslos für das Volk der Kaldorei. An jeder Ecke tobten die Kämpfe und wurden Schlachten ausgefochten, und Tag für Tag mussten die Nachtelfen weiter zurückweichen. Doch ein junger Schüler der Kaldorei sollte die Erlösung bringen. Malfurion Stormrage ward er genannt, einer der Nachtelfen, die schon lange entzürnt waren über die Herrschaft von Azsharas und deren Gefolge.
Sogar sein eigener Bruder, Illidan, hatte sich dem exzessiven Studium der Magie zugewandt. Jedoch konnte Malfurion seinen Bruder überzeugen, dem Zwang der Magie zu widerstehen und bei der Bekämpfung der Eindringlinge zu helfen. Zusammen mit der jungen Priesterin Tyrande Flüsterwind zogen sie aus in die Schlacht.
Auf ihrem Weg begegneten die drei Helden dem Halb-Gott Cenarius, welcher die Kraft hatte, die mächtigen Drachen um Hilfe anzurufen. Und die Beschützer von Azeroth antworteten: Alextrasza, die Königin der rote Seedrachen, flog mit ihren Brüdern und Schwestern aus, um die Dämonen aufzuhalten. Malfurion suchte derweil nach einer Möglichkeit, die Brennende Legion endgültig aus der materiellen Welt zu verbannen.
Er war überzeugt davon, dass die Quelle der Ewigkeit – dort wo das Portal von der Dämonwelt nach Azeroth führte – auch der Schlüssel zu ihrer Verbannung darstellte. So bestand er darauf, dass der Quell zerstört werden musste. Doch die restlichen Nachtelfen waren nicht sehr begeistert von diesem Vorschlag, schließlich war der See ebenfalls ein Quell des ewigen Lebens und der Weisheit für die Kaldorei.
Nur Tyrande akzeptierte die Wahrheit und half Malfurion dabei, es Cenarius und den Drachen zu erklären. Zusammen stürmten sie Azsharas Tempel, um das Portal zu zerstören und die Dämonen zu bannen.
Illidan unterdessen schlug einen anderen Weg ein. Er weigerte sich, die einzige Quelle der Magie zu zerstören. Noch viel größer aber war die Eifersucht auf seinen Bruder, denn dieser war es, in den sich Tyrande verliebt hatte. Voller Wut und Zorn, und mit einem gebrochenen Herzen, beschloss Illidan, die Quelle der Ewigkeit mit allen Mitteln zu verteidigen.
Die Abwesenheit Illidans blieb auch seinem Bruder nicht verborgen, doch seine dunklen Gedanken waren ihm unbekannt. So zog Malfurion schweren Herzens aus und stürmte mit seinem Gefolge den Tempel. Die Hochgeborenen waren gerade dabei, Sargeras durch das Portal zu beschwören, als Malfurions Streitkraft eintraf.
Doch Azshara war bereits von Illidan gewarnt worden, und drängte die Helden mit mächtigen Zaubersprüchen zurück. Tyrande wurde im Kampf gegen Azshara schwer verletzt, was Malfurion so sehr entzürnte, dass er mit seiner Wut das magische Gleichgewicht im Tempel außer Kontrolle brachte. Starke Beben gingen durch die Erde und brachten den Tempel zum Einsturz. Das Sphärentor kollabierte unter den starken Erschütterungen und zerstörte den Quell der Ewigkeit ein für allemal – so dachten zumindest Malfurion und seine Gefährten.
Mit der Zerstörung des Quells wurden auch die Dämonen der Brennenden Legion zurück in ihre Welt des Chaos geschleudert. Lange Zeit hörte man nichts mehr von Sargeras und seinen dunklen Mächten, doch der Kampf um den Quell blieb den Kaldorei auf Ewigkeiten als Legende in Erinnerung.


Die Spaltung der Welt

Die Folgen des Krieges gegen die Brennenden Legionen waren verheerend. Fast die gesamte Landmasse war zerstört worden. Plötzlich war Kalimdor in viele kleinere Kontinente gespalten, denn der zerstörte Quell der Ewigkeit hatte einen gewaltigen Krater hinterlassen, der sich nun mit den tosenden Fluten des Meeres füllte. Inmitten des neu erschaffenen Ozeans herrschten starke Stürme und Orkane, hohe Flutwellen und Strudel machten die Gegend zur chaotischsten Region von ganz Azeroth. Die nachfolgenden Generationen nannten diese Region den Mahlstrom, und er sollte die Lebewesen von Azeroth für immer an die schreckliche Katastrophe erinnern, die einige machtbesessene Nachtelfen heraufbeschworen hatten.
Nur wenige Kaldorei hatten die Explosion überlebt, und wie durch ein Wunder konnten sich Malfurion, Tyrande und Cenarius mit Hilfe eines kleinen Bootes zu einem der neuen Kontinente durchschlagen. Sie strandeten am Fuße des Heiligen Berges Hyjal. Zu den Überlebenden gehörten auch einige Hochgeborene, doch Malfurion war sich sicher, dass sie ohne die Macht des Quells keine Gefahr mehr darstellen würden. Unter der Führung von Malfurion bestiegen die Nachtelfen den Berg Hyjal, auf der Suche nach einer neuen Heimat. Sie erreichten einen kleinen See auf der von Wäldern gesäumten Spitze, doch zu ihrer Überraschung war das Wasser des Sees von dunkler Magie getrübt.
Der Verursacher dieser Verunreinigung war Illidan, Malfurions Bruder. Während des Kampfes im Tempel von Azshara hatte er unbemerkt sieben Phiolen mit dem Wasser des Quells der Ewigkeit gefüllt. Nach der Zerstörung des Quells war er zum Berg Hyjal geflüchtet und hatte dort eine der Phiolen im See geleert.
Illidan erklärte seinem Bruder, dass er damit den nachfolgenden Generationen von Kaldorei ein Geschenk machen wollte. Und tatsächlich hatte sich die Magie des Wassers so schnell ausgebreitet, dass der See in kürzester Zeit zu einem zweiten Quell der Ewigkeit wurde. Malfurion war außer sich vor Wut. In seinen Augen war jegliche arkane Magie chaotischen Ursprungs, und jede erneute Nutzung des Quells würde zu einer noch schlimmeren Katastrophe führen.
Als Illidan sich weigerte, der arkanen Magie zu entsagen, sperrte Malfurion ihn mit Cenarius’ Hilfe in ein gewaltiges Verließ, tief im Inneren des Berges. Maiev Shadowsong, eine junge Wächterin der Kaldorei, wurde die Aufgabe zuteil, Illidan zu bewachen und sicherzustellen, dass er für den Rest seines Lebens eingesperrt blieb.
Die Vernichtung des neuen Quells war jedoch schwieriger als erwartet. Die drei großen Drachen Alextrasza, Ysera und Nozdormu booten ihnen daher ihre Hilfe an. Zusammen errichteten sie Nordrassil, den Weltenbaum, die Krone des Himmels. Nordrassils Magie war göttlichen Ursprungs, und so gelang es den Kaldorei, die arkanen Mächte des Quells zu bändigen und eine neue Bedrohung durch die Brennende Legion abzuwenden.
Als Gegenleistung für die Hilfe der Drachen willigten die Druiden der Kaldorei, darunter auch Malfurion, ein, viele Jahrhunderte ihres Lebens in Yseras Sphärenwelt, dem Smaragdgrünen Traum, zu verbringen. Und so begaben sich die Druiden nach der Fertigstellung des Weltenbaumes in den Großen Schlaf, um ihre Abmachung zu erfüllen.


Der Rückzug der Nachtelfen

Um ihre neu erschaffene Welt nicht noch einmal zu gefährden, schworen die Überlebenden Kaldorei, nie mehr arkane Magie zu erforschen oder anzuwenden. Während der nächsten tausend Jahre breitete sich das Reich der Nachtelfen von Berg Hyjal über den gesamten Kontinent aus, und die einzige Magie die sie wirkten war göttlichem oder natürlichen Ursprungs. Malfurion und die anderen Druiden, die mittlerweile aus dem Smaragdgrünen Traum zurückgekehrt waren, lehrten den anderen Nachtelfen die druidische Magie, und das Volk entwickelte sich prächtig unter dem Segen der drei Drachen.
Insgeheim aber verspürten einige der Hochgeborenen immer noch das Verlangen nach arkaner Magie, denn sie glaubten nicht an ihre schädliche Wirkung. Sie gingen sogar soweit, dass sie die Druiden öffentlich verspotteten, und damit prahlten, einen erneuten Versuch zu wagen, die magischen Kräfte des Quells der Ewigkeit für sich zu nutzen. Malfurion aber, der mittlerweile zu dem mächtigsten Erzdruiden der Kaldorei herangewachsen war, drohte ihnen mit dem Tod, falls sie je wieder arkane Magie wirken würden.
Die Hochgeborenen rebellierten gegen den Entschluss der Druiden und entfesselten einen schrecklichen magischen Sturm. Unfähig ihre eigenen Brüder zu töten, verbannten die Druiden die Hochgeborenen aus ihrem Land. Die Quel'dorei, wie sie früher von Azshara genannt wurden, kehrten den Druiden nur zu gerne den Rücken zu, und so bestiegen sie die Schiffe um auf einem Kontinent auf der anderen Seite des Ozeans eine neue Heimat zu finden.
Nach dem Aufbruch der Quel'dorei legten die Druiden in einem mächtigen Ritual einen Nebelschleier um die Länder der Kaldorei. Viele tausend Jahre lebten die Kaldorei nun abgeschnitten von Kreaturen der übrigens Welt, unberührt von Gezeiten und Kriegen.


Die Besiedlung von Lordaeron

Dath’Remar, der Anführer der Hochgeborenen, führte sein Gefolge sicher an dem Mahlstrom vorbei. Sie erreichten den Kontinent, den die Menschen später Lordaeron nennen werden. Dort machten sie sich daran, ein neues Königreich zu gründen – Quel’Thalas. Hier schworen sie den alten Idealen der Nachtelfen ab und lebten fortan nur noch Tagsüber. In der restlichen Welt waren sie von nun an als „Hochelfen“ bekannt.
Um ihre Macht zu festigen, errichteten die Hochelfen einen neuen Quell der arkanen Magie, genährt durch eine von Illidans Phiolen mit dem Wasser des ursprünglichen Quells der Ewigkeit, denn unbemerkt von Malfurion hatten die Hochgeborenen die Beute Illidans nach seiner Einkerkerung an sich genommen.
Die Hochelfen, die sich auch der Anbetung der Mondgöttin Elune verweigerten, nannten diese neue Quelle den „Sonnenbrunnen“. Doch der Sonnenbrunnen war nicht ganz so mächtig wie der Quells der Ewigkeit: Er verlieh den Hochelfen keine Unsterblichkeit mehr. Und so schlug die Kultur der Hochelfen einen gänzlich anderen Pfad als die ihrer Verwandten auf Kalimdor ein.
Auch unter den Hochelfen waren einige Zauberer, die die chaotische Seite der arkanen Magie fürchteten. Sie beschlossen daher, ein Schutzfeld um Quel’Thalas zu errichten, welches die verräterische arkanen Kraft verhüllen sollte. Die Grenze der Barriere markierten sie mit riesigen Monolithen, mächtige Runensteine. Zusätzlich gründeten die Hochelfen die Versammlung von Silvermoon, der elf der einflussreichsten Elfenlords angehörten. Sie sollten über die Sicherheit des neuen Heimatlandes wachen.
Eine konstante Bedrohung der anderen Art ging von den Waldtrollen aus, grünhäutige und primitive Humanoide. Mit dem Trollstamm Zul’Aman lieferten sich die Hochelfen viele Schlachten und Scharmützel. Obwohl die Trolle ohne Strategie und Organisation angriffen, machte ihre List und Gerissenheit den Elfen lange zu schaffen. Während der Jahrhunderte trafen die Hochelfen gelegentlich auch auf Menschen, doch war ihre Kultur noch zu unterentwickelt, um ein interessantes Studienobjekt darzustellen.


Der Aufstieg der Menschen

Die Menschen streiften viele Jahre lang als Nomaden in unzähligen kleinen befeindeten Sippen und Stämmen über den Kontinent Lordaeron. Bis sich der Stamm der Arathi Gedanken darüber machte, dass es angesichts der steigenden Bedrohung durch die kampflustigen Trollbanden effektiver wäre, alle Stämme zu einem Volk zu einen. Sie zogen gegen die anderen Menschengruppen in die Schlacht, doch verschonten die Unterlegenen und boten ihnen einen Platz in ihrem Reich an. So herrschten die Arathi für einige Jahre über das Volk der Menschen. Ihr Land nannten sie Arathor, dessen Zentrum die befestigte Stadt Strom im Süden Lordaerons war.
Die Hochelfen, welche sich vorher nicht für die Menschen interessiert hatten, wurden nun wieder auf diese aufstrebende Rasse aufmerksam. Sie kontaktierten die Menschen und ersuchten sie um Hilfe bei der Bekämpfung der Trolle, da sie selber immer mehr Verluste erlitten und die Trollarmeen nach der Zerstörung von Quel’Thalas sicher nicht vor den Siedlungen halt machen würden. Die Menschen stimmten einer Allianz mit den Hochelfen zu, nachdem die Elfen ihnen das Versprechen haben, sie mit der arkanen Magie vertraut machen. Zusammen schlugen sie die Trolle zurück, welche fortan nie mehr zu ihrer alten Stärke zurückfinden sollten.
Ihre schnelle Ausbreitung hatte zweierlei Folgen für die Menschen: Einerseits kamen sie mit den Zwergen in Kontakt, die bis dahin lange Zeit in ihren unterirdischen Höhlen und Minen gewohnt hatten. Andererseits jedoch hatten die Menschen inzwischen fast den gesamten Kontinent Lordaeron besiedelt, und nach dem Tod des Königs Thoradin grenzten sich viele Regionen von Strom ab und entwickelten fortan ihre eigene Kultur und Lebensweise.


Die Wächter von Tirisfal

Menschen und Hochelfen lebten lange Zeit in Frieden und Wohlstand. Sie tauschten untereinander Wissen über Magie und Kampftechnik aus und beide Seiten zeigten sich glücklich über diese Freundschaft. Immer öfters kam es jedoch vor, dass die Magier der Menschen mächtigere Zaubersprüche wirkten als es ihre elfischen Lehrmeister vermochten. Im Gegensatz zu den Hochelfen wurden die Menschenmagier gierig und verantwortungslos im Umgang mit den ihnen anvertrauten Kräften, und jede Generation wurde machthungriger und unvorsichtiger.
Und ein weiteres Mal lockte die Magie das Böse an. Die ersten Dämonen, welche aus der chaotischen Unterwelt in die materielle Welt von Azeroth eindrangen waren noch relativ schwach und leicht zu besiegen, doch das war Warnsignal genug für die Ältesten der Hochelfen, die sich noch an die Legenden erinnern konnten und wussten, was vor vielen Tausend Jahren mit ihren Vorfahren geschehen war.
Die Versammlung von Silbermond wurde einberufen und beriet sich mit den Meisterzauberern von Arathor. Sie riefen die Wächter von Tirisfal ins Leben, ein Geheimbund benannt nach dem geheimen Treffpunkt der Zauberer in den Wäldern von Tirisfal. Die Wächter sorgten dafür, dass die Bevölkerung nichts von dem Kampf gegen die Dämonen mitbekam, um Aufständen und Rebellionen keine Nahrung zu verschaffen.


Die Spaltung der Menschen

Es vergingen viele Jahrhunderte, während denen es den Wächtern tatsächlich gelang, die erneute Präsenz der Brennenden Legion in Azeroth geheim zu halten. Im Laufe der Jahre entwickelten sich viele unterschiedliche Kulturen in Lordaeron. Handelszentren, landwirtschaftliche Gebiete und Städte voller magischem Wissen.
Die Region um die Stadt Strom erschien den Menschen immer ungeeigneter für ihre Zwecke. Die südlichen Ländereien waren viel zu unwirtlich und trocken, um ihrer Vorstellung von einem angenehmen Leben zu genügen. Viele zogen aus Richtung Norden, wo sie den Staat Lordaeron gründeten. Lordaeron wurde schnell zu einem der mächtigsten Handelsstädte des Kontinents, so mächtig dass man schließlich den gesamten Kontinent nach dieser Nation benannte.
Die Nachkommen der alten Blutlinie der Arathi blieben in Strom zurück. Nach einiger Zeit beschlossen sie, nach Süden zu ziehen und auf den Kontinent Khaz’Modan überzusiedeln, der südlichen Landmasse im Osten Azeroths, wo die Zwerge ihr Reich unter den Bergen errichtet hatten. Aus diesmal hinterließen die Menschen eine kleine Gruppe, die weiterhin die langsam zerfallende Stadt Strom beschützen wollte. Hier sollte in den folgenden Jahren eine weitere Nation entstehen, die sie Stromgarde nannten.
Während sich das alte Königreich Arathor nach und nach in die Nationen Lordaeron, Alterac, Dalaran, Gilneas, Kul’Tiras und Stromgarde aufteilte, zogen die Arathi wie geplant Richtung Süden. Sie landeten mit ihren Schiffen im Westen von Khaz’Modan und gründeten dort das Königreich Azeroth, mit Sturmwind als Hauptstadt.


Aegwynn und der letzte Wächter

Eines Tages erfuhr Aegwynn, eine Menschenfrau und hoch angesehene Wächterin, davon, dass sich in Nordend, dem nördlichsten Kontinent Azeroths, Dämonen niedergelassen hatten. Sie jagten mit Vorliebe die Nachkommen der Drachen, um ihnen ihre magischen Kräfte zu rauben. Aegwynn beschloss, dem Treiben Einhalt zu gebieten und bekämpfte die bösen Kreaturen in Nordend. Als der letzte Dämon von der Erde verbannt war, erschien ihr plötzlich Sargeras, der gefallene Titan und Anführer der Brennenden Legion. Er machte ihr deutlich, dass die Horden des Chaos kurz davor wären, Azeroth ein zweites Mal heimzusuchen.
In ihrer Wut vernichtete Aegwynn Sargeras mit Leichtigkeit. Doch sie spürte, dass sein Geist immer noch eine Bedrohung darstellte, und so sperrte sie Sargeras’ Überreste in eine der Kammern des versunkenen Teils von Kalimdor, in den Tiefen des Ozeans.
Was Aegwynn nicht wusste war, dass Sargeras einen Weg gefunden hatte, mit seinem eigenen Geist in ihren Körper einzudringen. Aegwynn jedoch war zuversichtlich, die Bedrohung Sargeras’ ein und für alle mal aus der Welt geschaffen zu haben. Sie nutzte die ihr verliehene Magie um ihr Leben zu verlängern und beschützte Tirisfal fast achthundert Jahre lang. All diese Jahre schlief Sargeras’ Geist in ihr, und selbst als Aegwynn einen Sohn namens Medivh gebar, hatte sich Sargeras’ schlafende Seele bereits seiner bemächtigt.
Schon in seinen jüngsten Jahren machte sich Medivh einen Namen als aufmerksamer und fähiger Schüler der magischen Künste. Er wuchs glücklich und zufrieden in einer südlichen Region von Stormwind auf, bis zu dem Tag, der sein Leben veränderte. Mit 14 Jahren entfaltete sich in ihm die wahre Kraft Sargeras’. Medivh versank für viele Jahre in eine Phase des Komas, und als er aufwachte hatte Sargeras erfolgreich Medivhs Gedanken verdorben. Die zweite Invasion durch die Brennende Legion war zum greifen nahe…


Die Welt Draenor

Azeroth war nicht die einzige Welt, die unter den Verwüstungen der Brennenden Legion zu leiden hatte. Tief in den unendlichen Weiten des Universums lag Draenor, ein üppig bewachsener Planet, bewohnt von einigen Ork-Clans und dem friedlichen Volk der Draenei. Sargeras’ Armeeführer, der Dämon Kil’jaeden, entdeckte Draenor kurz nach der Zerstörung des Quells der Ewigkeit auf Azeroth. Für ihn war Draenor die ideale Welt, um die Macht der Brennenden Legion wieder aufzubauen.
Von den beiden auf Draenor lebenden Rassen, schienen ihm die Orks am ehesten für seine Zwecke geeignet. Er verleitete den Ork-Schamanen Ner’zhul, genauso wie Sargeras vormals Azshara unter seiner Kontrolle gebracht hatte. Mit Hilfe des Schamanen brachte der Dämon Kriegslust und Boshaftigkeit in die Gedanken der Orks. Aus der ehemals ruhigen und hoch entwickelten Gesellschaft der Orks schaffte er eine zur barbarischen Blutlust angestachelte Rasse.


Die Horde

Kil'jaeden stand kurz vor der Vollendung seines Zieles – er musste Ner’zhul nur noch dazu bringen, mit seinem Volk der Brennenden Legion beizutreten. Doch der Schamane weigerte sich, und ohne einen Sterblichen, der das Portal öffnen würde, konnte Kil’jaeden sein Ziel nicht erreichen.
Der Dämon wurde auf Gul’dan aufmerksam, ein junger und talentierter Schüler der Schamanen. Kil’jaeden lehrte seinem neuen Novizen die Kunst der Dämonenmagie und machte aus ihm im Laufe der Jahre den mächtigsten Hexenmeister Draenors. Gul’dan gab sein Wissen weiter an die anderen Orks, und die uralte Magie der Schamanen wurde langsam aber stetig ersetzt durch das neu gewonnene Wissen der arkanen Magie.
Kil’jaeden brachte Gul’dan dazu, mit den anderen Hexenmeistern Draenors den Schattenrat zu bilden. Der Schattenrat etablierte sich selber als „Berater“ der einzelnen Clanführer und brachte sie dazu, Mannoroth – das Innbild von Wut und Zerstörung – zu beschwören. In einer magischen Zeremonie ließ Gul’dan die Clanführer das Blut Mannoroths trinken. Genährt mit Hass und Kriegslust vereinten sich die Ork-Clans zu einer gewaltigen Horde und zogen aus um das Volk der Draenei zu vernichten.


Die Öffnung des Dunklen Portals

Nur wenige Monate dauerte der Feldzug der Orks gegen die Draenei. Das friedliche Volk war dem Ansturm der Horde nicht gewachsen und hatte kaum Widerstand geleistet. Gul’dan war besorgt, dass die Orks sich ohne stärkeren Gegner selbst bekämpfen würden. Inzwischen war seine Magie jedoch so stark geworden, dass er eine Brücke zwischen den Welten errichten konnte, um neue Gegner zu suchen.
Auf Azeroth hatte Medivh, der letzte Wächter, derweil lange Zeit versucht, die verderbenden Gedanken Sargeras' zu verdrängen. Auch seine Freunde hatten die Veränderung in ihm bemerkt, konnten jedoch nicht verhindern, dass Sargeras’ Geist Medivh langsam in den Wahnsinn trieb. Als schließlich Gul’dans Bewusstsein ebenfalls seine Fühler nach ihm ausstreckten, war sein Wille gebrochen. Gemeinsam ersannen sie einen Weg, ein Portal zwischen Draenor und Azeroth zu öffnen.
Nach der Errichtung des Dunklen Portals betraten die ersten Ork-Armeen das Land und begannen sogleich mit dem Bau eines Lagers im Osten der Menschenstadt Stormwind. Als genügend Orks den Weg nach Azeroth gefunden hatten, schlug die Horde hart und unbarmherzig zu.
Lord Anduin Lothar, einer der engsten Freunde Medivhs seit ihrer Kindheit und Waffenmeister Sturmwinds, erkannte, dass die Zerstörung der Welt nahe war, wenn er nicht etwas gegen die anstürmenden Orks unternehmen würde. Zusammen mit Medivhs eigenem Schüler Khadgar erschlug er den Zauberer und vernichtete Sargeras Geist. Medivhs eigener Geist wurde ebenfalls befreit und lebte fortan in der Astralebene weiter.
Unter der Führung des listigen Clanchefs Ogrim Doomhammer führten die Orks auch nach Medivhs Tod den Krieg gegen die Menschen fort und schlugen jeden Widerstand im südlichen Königreich nieder. Lothar und seine Armee waren zum Rückzug gezwungen und so flohen sie zu Hunderten in Schiffen über die raue See, um bei ihren entfernten Verwandten in Lordaeron Zuflucht zu suchen.
Nach fünf Jahren des Krieges und der Zerstörung hatte die Horde schließlich die Reiche Azeroth und Khaz’Modan unter ihre Kontrolle gebracht, und begann in der Schwarzfelsspitze mit dem Aufbau eines neuen Imperiums.


Die Allianz von Lordaeron

In Lordaeron traf sich Lothar mit den Führern der sieben Reiche. Zusammen diskutierten sie die Bedrohung durch die Orks und kamen darin überein, ein Bündnis zu bilden – die Allianz von Lordaeron. Im Süden des Kontinents erhielten die Orks derweil Unterstützung durch eine Armee aus Ogern und Waldtrollen. Innerhalb weniger Wochen herrschte auf dem gesamten Kontinent Krieg. Von Lordaeron über Khaz’Modan bis Sturmwind erstreckten sich die Schlachten, sowohl über Land als auch auf See und in der Luft.
Mit Hilfe des magischen Artefaktes Dämonenseele hatte der Hexenmeister Nekros vom Dragommaw Clan einen Weg gefunden, die Drachgöttin Alexstrasza unter Druck zu setzen. Von seiner Festung in Grim Batol aus zwang er ihre Drachenbrut, unaufhaltsam Angriffe gegen Dörfer und Ländereien der Menschen zu fliegen.
Währenddessen drangen der Kriegshäuptling Ogrim Doohammer und seine Armee bis an die Tore der Stadt Lordaeron vor. Doch als Doomhammer kurz davor stand, den alles entscheidenden Angriff auf die Stadt zu befehlen, verließ der Hexenmeister Gul’dan Lordaeron und stach mit seinen Anhängern in See.
Durch den Verrat Gul’dans war die Horde stark geschwächt worden und Ogrim Doomhammer musste den Angriff auf Lordaeron abbrechen und seine Armee zurückziehen. Wütend darüber, dass Gul’dan und zwei seiner Ork-Clans ihn im entscheidenden Moment im Stich gelassen hatten, sendete Doomhammer seine besten Krieger auf die Suche nach dem Hexenmeister.
Dieser war inzwischen in die nördliche See gesegelt, um das Grab Sargeras’ zu heben, in der Hoffnung dadurch die gottgleiche Macht zu erhalten, der er sein ganzes Leben gewidmet hatte. Mit seiner ganzen magischen Kraft hob er die Grabkammer aus dem Meer und formte eine Insel auf der sie an Land gehen konnten. Doch als er die Kammer betrat erwarteten ihn nur boshafte Dämonen, die ihn für sein Eindringen bestraften und umbrachten.
Ohne die Unterstützung ihres Meisters waren auch Gul’dans Anhänger kein Probleme für die Elitetruppen Doomhammers. Als sie jedoch nach Azeroth zurückkehrten stand die Horde bereits vor neuen Problemen. Der Verrat Gul’dans hatte der Allianz die Chance gegeben, sich zu sammeln und ihre Streitkräfte neu zu formieren. Während eines verdeckten Einsatzes war es dem Magier Rhonin, der Elfe Vereesa und dem Zwerg Falstad außerdem gelungen, das Artefakt Dämonenseele zu zerstören und die Drachen aus der Gewalt des Dragonmaw-Clans zu befreien. Die Drachen hatten sich daraufhin gegen ihre früheren Beherrscher gewandt und dadurch den größten orkischen Clan auf Azeroth ausgelöscht.
Lothar erkannte die Schwäche in den Reihen der Orks und schlug unbarmherzig zu. Schon nach wenigen Wochen hatten sie Doomhammers Armee bis nach Stormwind zurückgedrängt, und auch dort hielt die Horde nicht lange stand. Während der harten Kämpfe um Blackrock Spire erlitten die Streitkräfte der Menschen noch einmal schwere Verluste, darunter auch der Held der Allianz, Lord Lothar. Turalyon, einer von Lothars treuesten Untergebenen, führte die Schlacht fort und ließ alle überlebenden Orks, die es nicht rechtzeitig durch das Dunkle Portal geschafft hatten, unter der Aufsicht von Aedelas Schwarzmeer in Gefangenenlagern stecken.
Zusammen zerstörten Menschen, Hochelfen und Zwerge das Dunkle Portal, und errichteten nahe der Ruinen die Festung Nethergarde, um jeden weiteren Versuch einer Invasion durch dieses Portal zunichte zu machen.


Die Zerstörung Draenors

Während die Bürger der Allianz ihre zerstörten Städte wieder aufbauten und sich von den Strapazen des Krieges erholten, verbrachten die Streitkräfte unter dem Kommando von Turalyon ihren Großteil der Zeit damit, verstreute Ork-Sippen zusammen zu treiben und in Lager zu halten. Khadgar, Medivhs früherer Schüler, ließ sich in Nethergarde nieder, um dort über das Portal zu wachen.
Die Orks, die es noch durch das Dunkle Portal geschafft hatten, begannen derweil ihre Rachepläne zu schmieden. Ner'zhul, der Schamane der sich schon vor dem Krieg gegen eine Invasion ausgesprochen hatte, beteiligte sich an den Plänen, jedoch nicht um Rache zu üben. Vielmehr hatte er vor, auf Draenor weitere Tore zu einer neuen, anderen Welt zu öffnen, auf der die Orks ihr Volk wieder aufbauen konnten. Kil'jaeden, der Dämon der Ner’zhul ursprünglich für seine Brennende Legion gewinnen wollte, war nicht gerade erfreut über dieses Vorhaben und verweigerte dem Schamanen seine Unterstützung. Daher musste Ner’zhul erneut das Portal nach Azeroth öffnen, um dort mehrere Artefakte zu stehlen, welche als Energiequelle für die neuen Portale benötigte.
Khadgar und die Bewacher des Dunklen Portals waren so überrascht von der Ankunft der Ork-Truppen, dass sie den Diebstahl der Artefakte nicht verhindern konnten. Aus Angst vor einer weiteren Invasion wies König Terenas von Lordaeron Khadgar an, mit seinen Männern durch das Portal zu gehen, und die Orks zu vernichten.
Auf Draenor lieferten sich die Allianz-Truppen heftige Gefechte mit den Orks, doch sie konnten die Errichtung der neuen Portale nicht verhindern. Als das zweite Portal stand, erschütterten plötzlich gewaltige Erdbeben den Kontinent und unzählige Stürme fegten über das Land. Die Magie der beiden Portale war zu stark für den Planeten und zerstörte Draenor von Innen heraus. Grom Hellscream und Kilrogg Deadeye, welche mit ihren Clans schon die Artefakte der Menschen beschafft hatten, ahnten die schreckliche Katastrophe die nun folgen sollte, und flohen durch das Portal zurück nach Azeroth.
Turalyon und Khadgar ihrerseits entschlossen sich, dass Dunkle Portal auf Draenor zu zerstören. Obwohl das ihr Tod und der ihrer Leute bedeuten würde, mussten sie es tun um Azeroth vor der chaotischen Energie zu schützen, die von den Portalen ausging. Während Ner’zhul und seine treuen Anhänger vom Schattenmond-Clan die restlichen Orks durch das zweite Tor führten, rissen die zerstörerischen Kräfte die Kontinente in Stücke und Draenor brach in einer gewaltigen Explosion auseinander.
Die Überbleibsel von Draenor sollten später als „Outland“ bekannt werden.


Der Lord der Clans

Die Jahre nach den verheerenden Kriegen waren besonders leidvoll für die Orks auf Azeroth. Die Allianz rieb immer mehr Clans auf und nahm sie in den Internierungslagern gefangen. Als in den Lagern kein Platz mehr für die neuen Gefangenen war, sahen sich die Führer der Allianz gezwungen, neue Lager im Süden von Lordaeron zu errichten.
Die gefangenen Orks hatten derweil in den vergangenen Jahren jeglichen Kampfwillen verloren, ein Entwicklung die sich selbst die Wächter der Lager nicht erklären konnten. Einer der befehlshabenden Wächter, Aedalas Schwarzmeer, hatte seit dem Ende des ersten Krieges ein Kind in seinem Gewahrsam. Der Junge war damals der einzige Überlebende auf dem Schlachtfeld. Schwarzmeer gab ihm den Namen Thrall und nahm ihn mit in die Festung Durnholde. Der Wächter behandelte Thrall wie seinen persönlichen Diener und hatte vor, aus ihm einen starken aber anständigen Krieger zu machen, in der Hoffnung dadurch eines Tages die Orks auf die Seite der Menschen bringen zu können.
Doch Thrall wusste in seinem Herzen, dass er nicht das Leben eines Sklaven leben wollte. Er floh von Durnholde und machte sich auf die Suche nach anderen Gruppen seines Volkes. Als er eines der Reservate erreichte, war er enttäuscht seine Brüder niedergeschlagen und lustlos zu sehen. Von ihnen erfuhr er, dass es noch weitere Orks in Freiheit geben würde, unter anderem dem Kriegshymnen-Clan, angeführt von dem früheren Kriegshäuptling Grom Hellscream. Thrall machte sich auf die Suche und schon bald stieß er auf Hellscreams Spuren. Dieser erzählte ihm von einem weiteren Clan im Norden, der Thrall bei der Suche nach seinen Vorfahren behilflich sein könne. So zog der junge Ork weiter nach Norden, wo er auf den Frostwolf Clan traf. Dort erfuhr er, dass er der Sohn von Durotan war, und somit der rechtmäßige Anführer des Clans.
Seine neue Familie brachte Thrall die Lebensweise der Schamanen nahe und weckte sein Gespür für die spirituelle Magie der Orks. Im Laufe seiner Ausbildung entdeckte Thrall, dass die Niedergeschlagenheit des Orkvolkes vor allem durch die Abhängigkeit zur Dämonenmagie entstanden war. Da während des zweiten Krieges alle Hexenmeister gefallen waren, konnte niemand ihre Schmerzen lindern. Thrall machte es sich zur Aufgabe, seinem Volk die alte Magie ihrer Vorfahren wieder zurückzugeben und sie von der bedrückenden Dämonenmagie zu erlösen. So zog er aus um die anderen Clans auf Azeroth zu befreien und ihnen ihre Vergangenheit wieder in Erinnerung zu rufen.
Während seiner Reise Richtung Süden traf Thrall den sichtlich gealterten Ogrim Doomhammer, der frühere Oberbefehlshaber der Horde. Doomhammer erkannte die frische und ungetrübte Kraft die von Thrall ausging und half ihm bei der Befreiung der Gefangenenlager. Um die neu gewonnene Stärke der Orks zu demonstrieren, zogen Thrall und Ogrim Doomhammer wieder richtung Durnholde. Während der Schlacht um das gut befestigte Gefängnis wurde Doomhammer tödlich verwundet. Während er im Sterben lag, ernannte er ohne lange Nachdenken zu müssen Thrall zum neuen Kriegshäuptling der Horde. Thrall setzte daraufhin noch mehr Ehrgeiz in die Befreiung seiner Brüder, und seine Armee wuchs mit jedem weiteren befreiten Clan, der sich ihnen anschloss.
Zusammen mit seinem neuen Freund Grom Hellscream baute Thrall die Horde neu auf. Sein Heldenmut und Kraft trugen nicht unerheblich dazu bei, dass das orkische Volk Schritt für Schritt zu seinen Wurzeln zurückfand. Diejenigen Orks die sich dem jungen Häuptling anschlossen, entsagten der dämonischen Magie und wandten sich wieder dem Studium der alten Schamanenrituale zu.


Die Herrschaft des Chaos

Indem er mit ihnen das zweite Portal von Draenor durchquerte, hatte Ner’zhul seine Ork-Armee unfreiwillig in den Twisted Nether geführt, direkt in die Arme von Kil'jaeden und seinen dämonischen Dienern. Langsam und gemächlich quälte er den Hexenmeister, um ihn für seinen Verrat zu bestrafen. Selbst als Ner’zhul Körper schon lange nicht mehr in der Lage war zu fühlen, erlitt der Orkführer unbeschreibliche Schmerzen, denn Kil’jaeden hatte Geist von Körper getrennt und zwang Ner’zhul dadurch, sein Leiden unendlich lange mit anzusehen.
Ner’zhul flehte den Dämonenlord an, seinen Geist frei zu lassen, doch Kil’jaeden bestand darauf, das ihre frühere Abmachung immer noch gültig sei. Er ließ den Geist des Magiers in einen Eisblock aus der kältesten Region des Twisted Nether sperren, wo er Ner’zhuls Bewusstsein um das Tausendfache erweiterte. Der erste Lich King – König der Untoten – war geboren.
Zusammen mit seinen treuen Anhängern, die ebenfalls zu einer untoten Armee geformt worden waren, sollte Ner'zhul Azeroth mit einer Plage verseuchen, die jedes Leben auslöschen würde. Doch um sich der Treue der Untoten-Armee sicher zu sein, verweigerte Kil’jaeden dem Lich King die körperliche Form und beließ ihn seinem eisigen Gefängnis. Der Dämon kommandierte Tichondrious, dem mächtigsten der vampirischen Dreadlords, Ner’zhul und seine Armee zu bewachen.
Schließlich schickte der Diener der Brennenden Legion seine neueste Waffe nach Azeroth. Wie ein Komet trat der eisige Behälter in die Atmosphäre ein und schlug in den Icecrown Gletscher ein, tief im nördlichen Kontinent Nordend. Durch den Einschlag hatte sich die Form des Kristalls geändert. Er sah nun aus wie ein Thron, und darin gefangen der zerstörerische und rachsüchtige Geist des Untotenherrschers Ner’zhul.


Der Fall Prinz Arthas’

Von seinem Frostthron aus, erkundete Ner’zhul den Kontinent. Tiere und weniger weit entwickelte Wesen wie Eistrolle und wilde Wendigos fielen ohne Widerstand unter die Kontrolle des Lich King. Selbst eine menschliche Siedlung löschte er innerhalb weniger Tagen komplett aus und gliederte die toten Menschen als Zombies in seine Armee ein.
Einige der größten Magier Azeroths spürten die starke Magie die von Ner’zhuls Frotthron ausging. Der Lich King brachte den Erzmagier und Nekromanten Kel'Thuzad aus Dalaran dazu, seinem König zu verraten und seine Seele dem Herrscher des Frostthrons zu vermachen. Als Zeichen seiner Loyalität formte Kel’Thuzad aus den gutgläubigen Menschen Lordaerons eine eigene Sekte. Er versprach seinen Anhängern ewiges Leben, falls sie sich vom Heiligen Licht Lordaerons abwenden und dafür den Lich King verehren.
Als er sah, wie erfolgreich Kel’Thuzad war, ordnete er an, magische Artefakte überall dort zu verteilen, wo der der Kult des Lich Kings vertreten war. Diese Gefäße verbreiteten die Krankheit der Untoten im ganzen Land verbreiten und verseuchten den Boden Lordaerons. Viele der nördlichen Städte waren auf Anhieb der Plage zum Opfer gefallen. Die Menschen, die an der Seuche starben, erwachten als Zombies neu und gehorchten fortan dem Willen des Lich King.
Da meistens ganze Dörfer auf einmal über Nacht von den Untoten erobert wurden, verbreitete sich die Nachricht der neuen Bedrohung nur langsam in Lordaeron. Bis die Allianz das Ausmaß der Gefahr erkannte, hatte sich die "Geißel" - wie Kel'thuzad seine Armee der Untoten nannte - schon weit verbreitet. Uther Lightbringer und seine Ritter der Silberhand untersuchten die ersten Meldungen von Untotenplagen in der Region um Lordaeron, doch sie waren der Seuche nicht gewachsen.
Prinz Arthas selber war es, der das größte Risiko auf sich nahm. Er setzte mit seinen Männern über nach Nordend, wo er auf die Suche nach dem magischen Schwert Frostmähne ging. Doch der Ner'zhul hatte das Schwert bereits vorher verflucht - und so wurde Arthas selber zu einem Diener der Geißel. Frostmourne machte Arthas zum mächtigsten aller Todesritter. Verkleidet als normaler Prinz Arthas verschaffte er sich Zugang zum Schloss Lordaeron - und tötete König Terenas, seinen eigenen Vater.
Von Lordaeron aus zog die Geißel weiter Richtung Osten, zum Königreich der Hochelfen. Dort vergiftete Arthas den Sonnenbrunnen, dessen Macht Kel’Thuzad zu einem mächtigen Hexenkönig werden ließ. Danach zerstörten Untote die Stadt und hinterließen Tod und Verwüstung in Quel'Thalas.


Die Rückkehr der Brennenden Legion

Nach der Vernichtung des Großteils der Allianzstreitkräfte, wandten sich Arthas und Kel'Thuzad der Magierstadt Dalaran zu. Selbst die weisesten Zauberer des Rates von Kirin Tor konnten es nicht mit der Geißel aufnehmen, die es auf Medivhs Zauberbuch abgesehen hatte. Mit diesem mächtigen Artefakt hatte Kel'Thuzad den Schlüssel in der Hand, um der Brennende Legion ein weiteres Mal Zugang nach Azeroth zu gewähren. Der Dämon Archimonde und seine Anhänger waren die ersten, die in die materielle Welt eintraten. Doch überaschenderweise ignorierten sie Dalaron und Lordaeron, und wandten sich stattdessen dem Kontinent Kalimdor und Nordrassil, dem Weltenbaum, zu.
Unbemerkt von den Schergen der Legion erschien den Völkern von Azeroth plötzlich ein unbekannter Prophet, der seine Hilfe im Kampf gegen das Böse anbot. Er machte der Horde und der Allianz die Bedrohung durch die Brennende Legion deutlich und drängte sie dazu, sich gegen diesen neuen gemeinsamen Feind zu verbünden. Doch auch die Feindschaft zwischen diesen beiden Rassen bestand schon zulange um auf einmal vergessen zu sein. Mit List und Weisheit brachte der Prophet jedes Volk dazu, einzeln an dem Maelstrom vorbei, zu den legendären Ländern von Kalimdor zu segeln.
Auf Kalimdor wurden derweil die Kaldorei aus ihrer friedlichen Lebensweise gerissen. Viele Jahrhunderte hatten die Nachtelfen in Ruhe und Harmonie mit der Natur gelebt, verborgen durch einen magischen Schleier. Doch die Brennende Legion war wieder zurückgekehrt, und hatte es wie schon die Male davor, auf die Kraft des Brunnens der Ewigkeit abgesehen. Die Kaldorei mussten handeln - oder der ganze Planet würde zerstört werden.
Obwohl der Prophet die Horde vor der Brennenden Legion gewarnt hatte, ließen sich einige Orks von Mannoroth dem Zerstörer und Tichondrius dem Verdunkler täuschen. Grom Hellscream und sein Kriegshymnen-Clan kämpften im Eschental gegen Cenarius und töteten schließlich den letzten Verteidiger des Weltenbaumes. Die Brennende Legion breitete sich in ganz Eschental aus und befreite sogar Illidan aus seinem Gefängnis, der dank des magischen Schädels von Gul'dan dämonische Kräfte erlangte.
Jaina Prachtmeer und ihre Armee aus Lordaeron verbündeten sich mit Thrall, um Grom Hellscream von Mannoroths Fluch zu erlösen, doch Hellscream fiel nur wenig später in einem Kampf mit Mannoroth. Dabei gelang es ihm, den Dämon tötlich zu verwunden, und dadurch die Horde von dem Fluch der Brennenden Legion zu befreien.


Die Schlacht am Berg Hyjal

Dank Medivhs Eingreifen sahen Menschen und Orks endlich ein, dass sie ihre Streitigkeiten ein für alle mal vergessen mussten. Jaina Prachtmeer und Thrall sicherten sich ebenfalls die Unterstützung der Nachtelfen, angeführt durch Malfurion Stormrage und Tyrande Flüsterwind. Zusammen bündelten sie die Kräfte des Weltenbaumes und vernichteten Archimonde. Die letzte Schlacht ließ den gesamten Kontinent erschüttern, doch schlussendlich zerbrachen die Armeen der Brennenden Legion unter dem Ansturm der vereinten Völker von Azeroth.
Nach dem Sieg über die Chaosdämonen standen die Völker einer zerstörten Welt gegenüber. Die Geißel und die Brennende Legion hatten fast alle Städte und Dörfer zerstört und die meisten Felder und Wälder niedergebrannt. Häuptling Thrall und seine Horde suchten sich ein neues Zuhause in Kalimdor, wo sie sich mit der Rasse der Tauren anfreundeten, die ebenfalls die spirituelle Magie bevorzugten. Doch nicht alle Orks blieben an einem Ort, und so spaltete sich die Horde wieder in viele kleinere Clans auf.
Als einige Monate später eine Streitmacht aus Lordaeron auf Kalimdor landete, um nach den überlebenden Menschen zu suchen, wurden die Orks kalt erwischt. Großadmiral Daelin Prachtmeer - Vater von Jaina Prachtmeer und heldenhafter Kämpfer im Zweiten Orkkrieg - griff die Orks ohne Gnade an. Da zeigte sich der mysteriöse Prophet ein weiteres Mal und offenbarte seine wahre Identität. Es war Medivh, der Letzte Wächter, der zurückgekehrt war, nachdem er im Großen Dunkel für die Sünden seines vergangenen Lebens gebüßt hatte. Er gab bekannt, dass seine Zeit der Wache nun zu Ende ginge, und er die Verantwortung über Azeroth wieder in die Hände der Menschen, Orks und Nachtelfen legen würde. Die Völker vereinbarten einen Waffenstillstand, so dass der Weltenbaum sich langsam von den Strapazen des Krieges erholen konnte. Die Orks, die sich in den Barrens - im Südosten von Kalimdor - niedergelassen hatten, wanderten Nordwärts um dort die neue Nation Durotar zu gründen. Jaina Prachtmeer und ihr Gefolge errichteten auf einer Inselgruppe vor den Barrens die Zitadelle von Theramore.


Der Marsch der Blutelfen

Währenddessen traf Kil'jaeden sich mit Illidan. Er beauftragte den Dämonenjäger mit der Zerstörung des Frostthrones, als Vergeltung für die Niederlage am Berg Hyjal. Illidan beschwor die alte Rasse der Naga herauf und segelte dann zu den Zerbrochenen Inseln inmitten des Maelstrom. Die Naga - Nachkommen von Königin Azsharas Hochgeborenen - waren hocherfreut, Illidan ihre Unterstützung zuzusagen. Auf den Zerbrochenen Inseln angelagt öffnete Illidan die Grabkammer Sargeras und nahm ein mächtiges Artefakt an sich, Sargeras Auge. Dieses Artefakt sollte ihm helfen, den Frostthron zu zerstören.
Daraufhin machte er sich auf in die zerstörte Stadt Dalaran, von wo aus er seinen Plan in die Tat umsetzen wollte. Dort jedoch warteten bereits Malfurion, Tyrande und die Hüterin Maiev Shadowsong, um das Auge zu zerstören, noch bevor Illidans Zauber vollendet werden konnte. Illidan gelang die Flucht indem er ein Dimensionstor nach Outland - dem Überrest von Draenor - öffnete. Maiev folgte ihm, um Illidan wieder einzufangen, während Malfurion und Tyrande nach Kalimdor zurückkehrten.
Die verbleibenden Hochelfen der Allianz schworen derweil Rache für die Zerstörung ihres Heimatlandes. Unter der Führung von Kael'Thas bildete sich eine Gruppe, die sich selber "Blutelfen" nannte. Sie verbündeten sich mit den Naga, angeführt von der Hexe Vashj. In Dalaran entdeckten die Blutelfen das Sphärentor, welches Archimonde als Zugang zu Azeroth diente. Sie durchquerten es und befreiten Illidan aus den Händen Maiev Shadowsongs.
Illidan beschloss, den Pitlord Magtheridon zu vernichten, um Outland für sich selber zu beanspruchen und um vor Kil'jaedens Zorn sicher zu sein. Doch Kil'jaeden entdeckte den flüchtigen Dämonenjäger und zwang ihn wieder zur Rückkehr nach Azeroth, um sein ursprüngliches Vorhaben zu vollenden.


Die Schicksale von Arthas und Sylvanas

Durch Illidans Zauber war der Lichkönig Ner'zhul stark geschwächt worden. Eine Gruppe Dreadlords versuchte, diese Schwäche auszunutzen und die Kontrolle über die Armeen der Geißel an sich zu reissen. Es gelang ihnen, Lordaeron einzunehmen, doch Arthas gelang es, nach Northrend zu entkommen.
Sylvanas Windläufer, ehemals Meister-Ranger der Hochelfennation Quel'Thalas und nun Dienerin des Frostthrons, erkannte ebenfalls ihre Chance und befreite sich von dem Einfluss Ner'zhuls. Mit ihren Anhängern, die sich "Kult der Verdammten" nannten, versteckte sich Sylvanas in den verseuchten Regionen von Lordaeron, um von dort aus Arthas und die Geißel zu bekämpfen.
Nach seiner Ankunft auf Nordend verbündete Arthas sich mit einem Kryptlord namens Anub'arak. Nachdem er sich durch unzählige Feinde in den Tunneln von Azjol-Nerub gekämpft hatte, erreichte er schließlich den Icecrown Gletscher. Dort schlug er Illidans Armee und stellte sich dem Dämonenjäger in einem Kampf Mann gegen Mann. Mit der Macht seines Schwerts Frostmähne schlug Arthas Illidan nieder und betrat den Gletscher, um Ner'zhuls Gesit aus seinem Kristallgefängnis zu befreien. Er nahm den Helm und den Brustpanzer an sich, in denen der Geist des alten Schamanen enthalten war, und wurde der neue Herrscher der Untoten.


Eine ungewisse Zukunft

Die Jahre vergingen, und von Arthas und seinem Reich auf Northrend waren nur Gerüchte zu hören. Man sagt, er habe den Icecrown Gletscher zu einer gewaltigen Festung ausgebaut, und schmiede nun Pläne, wie er mit Hilfe der Geißel erneut die Welt erobern kann. Doch auf Lordaeron stellen sich ihm die untote Rangerin Sylvanas Windläufer und ihr Kult der Verdammten in den Weg, die unter den Ruinen der ehemaligen Hauptstadt ein neues, unterirdisches Reich namens Unterstadt geschaffen haben.
Weit abgelegen von den anderen Völkern haben die Nachtelfen einen neuen Weltenbaum errichtet, vor der Nordküste Kalimdors. Da der ursprüngliche Weltenbaum Nordrassil durch die dämonische Seuche der Brennenden Legion vernichtet wurde, ließen die Erzdruiden der Kaldorei einen neuen Baum wachsen, den sie Teldrassil nannten, "Krone der Erde". Hoch oben in der Krone des mächtigen Baumes formten die Druiden ein neues Reich, indem sie die Natur nach ihren Vorstellungen wachsen und gedeihen ließen. Dennoch ist auch hier der Einfluss der Dämonen noch spürbar, sodass manche Lebewesen den Nachtelfen feindlich gesinnt sind.
Südlich von Lordaeron haben die Menschen von Stormwind ihre Nation neu aufgebaut. Als Nachfolger von legendären Helden wie Sir Lothar und König Llane versuchen sie, das Volk der Menschen gegen das aufstrebende Böse zu verteidigen. In den schneebedeckten Bergen nördlich von Sturmwind haben sich die überlebenden Zwerge und Gnome zusammengeschlossen. Der berühmten Schmiedekunst der Zwerge und den Erfindungen der einfallsreichen Gnome ist es zu verdanken, dass es dem Bösen schwer fällt, auf dem Kontinent Azeroth Fuß zu fassen.
Auf der anderen Seite des Maelstroms hat sich Thrall mit den Tauren und den Trollen verbündet. Der Orkhäuptling herrscht zusammen mit dem Schattenjäger Vol'jin über Durotar, einer staubigen und felsigen Region an der Ostküste von Kalimdor. Die Siedlungen der Tauren befinden sich weiter landeinwärts, etwa in der Mitte des Kontinentes. Unter der Herrschaft von Cairne Bluthufversuchen die großen, aber dennoch feinfühligen Tauren, die Natur vor den wilden Kreaturen zu bewahren.

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