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 Betreff des Beitrags: Die Geschichte von Azeroth
BeitragVerfasst: Di 24. Feb 2009, 03:01 
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Hinter World of Warcraft steht nicht nur die flüchtige Beschreibung einer Welt, sondern eine komplexe und vielschichtige Geschichte epischer Ausmaße, eine Geschichte voller unbeschreiblicher Ereignisse, von Krieg und Trauer, aber auch von mächtigen Anführern und mutigen Helden, die durch ihre Taten das Geschick dieser Welt verändert haben.

Um wirklich in Blizzards neues Meisterwerk eintauchen zu können, ist es hilfreich, die Geschichte der Welt zu kennen, deren Landschaften man unsicher macht, in der man große Taten vollbringt oder in die man einfach nur eintaucht, um sich wohlzufühlen.

Um euch den Einstieg in eure neue "Heimat" zu erleichtern und die Wartezeit bis zum Release etwas zu verkürzen, haben wir uns daran gemacht, in längst vergessenen Büchern und Schriftrollen zu wühlen, um die wahre Geschichte Azeroth zu erzählen.

Diese Arbeit ist mühevoll und nicht wenige der Schriftstücke, die der folgenden Erzählung zugrunde liegen, werden scharf bewacht und wie Schätze gehütet. Deswegen ist es uns nicht möglich, sofort die ganze Geschichte offenzulegen - wir hoffen, ihr habt Verständnis dafür und bitten euch um etwas Geduld. Aber seid versichert, wir werden nicht eher ruhen, bis wir euch die gesamte Geschichte präsentiert haben.

Viel Spass mit der Geschichte der "World of Warcraft"!


Die erste Invasion

Azeroth ist nur eine Welt in einem Universum voller unendlich vieler Welten und Wirklichkeiten. All diese Welten sind durch die eisige Leere des Sogs der Unterwelt ("Twisting Nether") verbunden, einer zwischendimensionalen Sphäre, bewohnt von den verfluchten Seelen der Toten. Eine damönische Armee, den Meisten als die Brennende Legion bekannt, bevölkert diesen Bereich zwischen den Welten. Diese Armee besteht aus entsetzlichen Kreaturen und unvorstellbaren Schrecken von zahllosen zerstörten Welten. Die Legende besagt, daß die Eredar, die Führer der Legion, ihre eigene Dimension zerstörten, als sie alle je erschaffene Magie freisetzten. Seit diesem Tag ist die Armee bis in alle Ewigkeit dazu verdammt, Welt für Welt auszuplündern, stets auf der Suche nach magischer Energie.

Vor annähernd zehntausend Jahren - lange bevor bevor eine sterbliche Rasse auf Azeroth wandelte - herrschten die Drachen über diese Welt. Diese majestätischen Geschöpfe bewachten die Schönheit und die Magie ihrer Welt und genossen ihr Leben. Eines Tages jedoch erwachte eine neue Rasse auf dem Kontinent Kalimdor. Sie wurde bekannt als die Rasse der Nachtelfen, dunkle, schattenhafte Gestalten, welche wie auch die Drachen unsterblich waren. Obwohl die Elfen bei Weitem nicht so weise waren wie diese schlangenhaften Giganten, vertieften sie sich schnell und eingehend in die Studien primitiver Magie. Durch ihre Rücksichtslosigkeit bei diesen Studien setzten sie auf ganz Azeroth magische Energien frei und zogen die Aufmerksamkeit der grässlichen Dämonen auf sich.

Aus diesem Grund stieß die Brennende Legion mit der Stärke tausender orkischer Horden auf Azeroth hinab. Ein unvorstellbarer Kampf gigantischer Ausmaße entbrannte, um die magischen Vorräte der Welt zu bewahren. Die Drachen halfen den Elfen, die höllischen Invasoren zu vertreiben. Die "Demon Soul" ( Dämonenseele ) wurde erschaffen, ein goldenes Amulett, durchtränkt mit der Lebensenergie und Macht jedes einzelnen Drachen. Die uralten geflügelten Geschöpfe verbannten die Dämonen mit Hilfe des Amuletts aus ihrer Welt. Doch die dämonische Invasion war nicht ohne Folgen geblieben - viele Drachen und Nachtelfen hatten in dem gigantischen Krieg ihr Leben gelassen. Darüber hinaus war Azeroth für immer entstellt, da der östliche Teil der Landmasse des Kontinents Kalimdor im Meer versank. Die Nachtelfen, entsetzt von der Bösartigkeit der Dämonen, schworen der Magie ab, aus Angst vor einer Rückkehr der Brennenden Legion.

Unterdessen entbrannte ein schrecklicher Krieg zwischen den Drachen. Deathwing, der Hüter des Chaos, betrog die anderen Drachen und setzte das Amulett gegen all jene ein, die nicht seines Geschlechts entstammten. Der bösartige Drache hatte unbemerkt nichts von seiner Energie in das Amulett kanalisiert, als es erschaffen wurde. Dadurch waren alle Drachen bis auf Deathwing gegenüber dem Amulett extrem verwundbar, da ihre Lebensenergien fest mit ihm verbunden waren. Der Krieg war grausam und brachte vielen Drachen den Tod. Letztendlich verbündeten sich alle Geschlechter gegen den dunklen Drachen und verfluchten ihn, so dass er das Amulett niemals wieder benutzen konnte. Der Krieg der Drachen fand dadurch jedoch kein Ende.


Die Geburt Medivhs

Zweitausendfünfhundert Jahre nach der Gründung des Ordens von Tirisfal kämpfte die Wächterin Aegwyn gegen den Dämonenlord Sargeras, den Anführer der Brennenden Legion. Am Ende konnte Aegwyn Sargeras besiegen und ihn unter die nördlichen See verbannen, vor der Küste des menschlichen Kaiserreiches von Azeroth. Unglücklicherweise gelang es Sargeras, seine übelwollende Seele bei seinem Tod mit der des ungeborenen Kindes Aegwyns zu verbinden.

Irgendwann kam die Zeit für Aegwyn, ihren Titel als Wächter weiterzugeben. Sie entschied, dass der Zauberer Nielas Aran der perfekte Lebensgefährte und Vater ihres Sohnes wäre. Und so schenkte sie im Jahre 559 der menschlichen Zeitrechnung ihrem Sohn Medivh das Leben. Die Wächterin übertrug alle ihre Macht und Weisheit auf ihr Kind, jedoch nicht ohne dieses Geschenk so tief in ihm zu verbergen, dass es erst in Medivhs Jugend zu Tage treten würde. Aegwyn überliess Medivh dann der Obhut des Hofes von Azeroth, hatte aber von Weitem immer ein wachsames Auge auf ihren Sohn.

König Wrynn III., zu dieser Zeit Herrscher über die Lande der Nation von Azeroth, regierte sein Reich gerecht und brachte seinem Volk Frieden und Wohlstand. Allzu verständlich also, dass der König und seine Untergebenen außer sich vor Freude waren, als seine Frau Lady Varia im Jahre 564 der menschlichen Zeitrechnung ihren Sohn Prinz Llane gebar.

Unter der Aufsicht seines Vaters Aran reifte Medivh heran und man erwartete, dass er bald den Titel eines Zauberer-Novizen am Hofe erlangen würde. Am Tage seines dreizehnten Geburtstag erwachten jedoch die mächtigen magischen Energien Tirisfals in ihm. Unermessliche Kräfte wurden in seinem Körper freigesetzt und ließen Medivh ein unglaubliches Trauma erfahren. Der Ausbruch der Mächte der Tirisfal reichte bis zur Northshire Abtei und hatte zur Folge, dass eine gewaltige magische Rückkopplung Medivh erschütterte. Über einhundert Priester eilten zu Hilfe, aber nur die vereinigte Macht der Kirchenmänner und des Zauberers Aran reichten aus, die entfesselten magischen Energien Medivhs im Zaume zu halten. Nach vielen endlosen Stunden fiel der Zauberer tot zu Boden und Medivhs in einer tiefen, komaartigen Schlaf.

König Wrynn III. und Alonsus Faol, der Abt von Nordhain, verständigten sich darauf, den besinnungslosen Medivh in die Abtei zu bringen. Dort wachten die Priester von Nordhain ständig über Medivh und ließen ihm jede erdenkliche Pflege zukommen. Sechs Jahre vergingen, und Prinz Llane erreicht das Erwachsenenalter. Während der Feier anlässlich dieses großen Tages tauchte Medivh plötzlich auf dem Rücken eines riesigen Vogels auf. Der Zauberer - ebenfalls inzwischen ein Mann - grüßte den Prinzen und entbot seine Segenwünsche. Medivh erklärte, dass er endlich aus seinem langen Schlaf erwacht sei und die Kontrolle über seine Macht erlangt hätte. Als Zeichen seines guten Willens brachte er dem Hofe ein Geschenk dar: eine magische Sanduhr. Obwohl beständig Sand durch ihren schlanken Hals rann, leerte sich weder der obere Teil des Geschenks, noch füllte sich der untere. Medivh erklärte, dass der Sand für das Volk von Azeroth stünde, und dass das Königreich so lange Bestand haben würde, bis das Glas leer wäre.

Obwohl bar ihrer Macht, beobachtete Aegwyn die Rückkehr ihres Sohnes misstrauisch. Trotz Medivhs offen zur Schau getragener Freundlichkeit wusste die ehemalige Wächterin, dass eine böse Macht ihn auf perverse Art und Weise verdorben hatte.


Der Fluch der Orks

Obwohl die Brennende Legion aus Azeroth vertrieben und ihr Anführer begraben war, strebten die Dämonen immer noch danach, die verhasste Welt zu verwüsten. Die Kreaturen der Hölle schmiedeten einen listigen und dennoch einfachen Plan. Die Legion plante, eine ganze Rasse von Lebewesen zu korrumpieren und sie indirekt zu einer Invasion Azeroths zu treiben. Diese Invasion würde Chaos hervorrufen und der Legion die nötige Zeit geben, die für die Vorbereitung ihrer unabwendbaren Rückkehr nötig war. Schließlich entschied sich die Legion dafür, ihren widerwärtigen Fluch auf das Volk der Orks zu legen. Die Orks hausten zu diesem Zeitpunkt in den Mooren und Sümpfen der roten Welt von Draenor in einer ehrenhaften Gesellschaft. Schamanen führten die Orks, welche die Geister der Elemente verehrten und in den Wäldern von Draenor jagten. Der Fluch der Legion verwandelte die ehrbaren Stammesleute in rasende Bestien mit einem unglaublichen Blutdurst. Unterdessen begannen die Schamanen dunkle Magie zu praktizieren und nannten sich fortan Hexenmeister ( Warlocks ). Schon bald vereinigten sich die unzähligen orkischen Clans in eine unaufhaltbare Horde unter der Führung der dunklen Warlocks.

Zu allem Übel nahm auch noch der Dämon Ki'jaeden - Schüler des Dämonenlords Sargeras - über den Sog der Unterwelt Kontakt mit dem viel versprechenden orkischen Warlock Gu'dan auf. Ki'jaeden nahm Gu'dan unter seine Fittiche und half ihm, unglaublich mächtig zu werden. Bald hatte Gu'dan sogar seinen orkischen Lehrmeister Ne'zhul im Umgang mit den dunklen Mächten überflügelt. Während seiner Lehrlingszeit bei Ki'jaeden begann Gu'dan zum ersten Mal, mit den Geistern der Toten Kontakt aufzunehmen und die Mysterien des Soges der Unterwelt zu enträtseln. Schließlich stelle sich Gu'dan auf Grund der Aussicht auf noch größere Macht in den Dienst des Dämons.

Die Horde verwüstete Draenor und löschte alle anderen Rassen und alles Leben auf ihrer Welt aus oder unterjochte sie. Der Eroberung der Welt verlief genauso brutal wie schnell und bald waren die Orks das einzige verbliebene Volk auf Draenor. Ohne einen ernst zu nehmenden Feind dauerte es nicht lange, bis die Orks anfingen, sich in blutige Auseinandersetzungen zu verstricken. Jene, die versuchten, Macht an sich zu reißen, wurden schnell von der perspektivlosen Horde ermordet. In dieser verzweifelten Zeit entschloss sich Gu'dan zum Handeln. Der mächtige Hexenmeister gründete den Schattenrat (Shodow Council), einen geheimen Bund der Totenbeschwörung und Magie. Im Verborgenen agierend, gelang es dem Schattenrat, die Geschicke der Horde zu lenken, ohne dass die Mehrzahl der Orks ihre wahren Anführer erkannten. Der Bund nutzte seine Macht dazu, die Horde zu organisieren und ihren Kriegshunger zu stillen - er versprach dem Volk das Entkommen aus der Welt von Draenor.


Der Riss erscheint

Es war in jener Zeit, als eine mächtige, körperlose Präsenz spürbar wurde und viele Hexenmeister der Horde berührte. Seltsamerweise unternahm sie keinen Versuch, mit Gu'dan, dem mächtigsten unter ihnen, Kontakt aufzunehmen. Aus diesem Grunde suchte der Hexenmeister Rat bei seinem Lehrmeister Ki'jaeden. Doch auch dieser konnte Gu'dan nur sagen, dass die ominöse Präsenz auch ihn gestreift hatte, und dass sie Macht jenseits aller Vorstellungskraft ausstrahlte. Um die mysteriöse Macht zu finden, erforschte Gu'dan den Sog der Unterwelt, bis sie schließlich Kontakt zu ihm aufnahm. Zunächst war der Führer des Schattenrats vor Furcht gelähmt, doch als er sich wieder gesammelt hatte, begann er mit dem unbekannten Wesen zu sprechen. Es nannte sich selber Medivh und teilte ihm mit, dass es ein Zauberer einer weit entfernten Welt wäre. Gu'dan spürte, dass Medivh trotz seines ungeheuren Potenzials nicht Herr seine Kräfte war.

Während dieser geistigen Zwiesprachen forschte Medivh in der Seele von Gu'dan und lernte viel über die Orks und ihre Welt. Da es Gu'dan nicht möglich war, mehr über Medivh zu erfahren, brach er den Kontakt zu ihm bald ab. Er versuchte, Rat von seinem Meister Ki'jaeden zu bekommen, aber er erhielt keine Antwort auf seine Versuche, mit ihm in Verbindung zu treten. Offensichtlich war Medivhs Macht derartig groß, dass selbst der mächtige Dämon ihn fürchtete.

Nach kurzer Zeit streckte Medivh seinen geistigen Arm erneut nach den orkischen Hexenmeister und Gu'dan aus. Er zeigte ihnen im Traum Bilder eines fruchtbaren Landes...und eines stolzen Volkes. Die Hexenmeister waren aufgewühlt von diesen Visionen, denn sie wussten, dass endlich eine Möglichkeit, ihre sterbende Welt zu verlassen, in greifbare Nähe gerückt war. Allerdings fehlte den Orks ein Portal, um die Welten von Draenor und Azeroth zu verbinden, weswegen der Schattenrat sich darauf verständigte, diese Visionen geheim zu halten und auf den richtigen Zeitpunkt zu warten. Viele Jahre vergingen, bis Medivh im Jahre 583 der menschlichen Zeitrechnung den Riss im Gefüge der Welten erschuf.

Der Schattenrat machte sich schnell daran, den Riss zu vergrößern, um ein Dunkles Portal zu schaffen. Als dies geschafft war, wurden Abgesandte der Orks durch das Portal geschickt und die Späher berichteten, dass das Portal tatsächlich in die Welt führte, die den Hexenmeistern in ihren Visionen gezeigt worden war - Azeroth. Innerhalb kurzer Zeit errichteten die Orks einen Außenposten in dem fremden Land und begannen, Dörfer der Menschen auszurauben. Diese Raubüberfälle trafen die Bauern völlig unerwartet und ihre Familien wurden von den orkischen Plünderern grausam niedergemetzelt.

Mit der Zeit verdarb das Portal das Land von Azeroth - ehemals fruchtbares Land verwandelte sich in den fauligen, von Sümpfen durchzogenen Boden von Draenor und auch das Klima veränderte sich. Die Ernte der Menschen blieb durch das ungewöhnlich kalte Wetter aus und die sengende Sonne verbrannte das Land.

Die Horde strömte weiter durch das ständig wachsende Portal und lernte immer mehr über das Volk von Azeroth - die Orks hielten sie für schwach und planten bald einen Angriff auf die Hauptstadt der Nation von Azeroth, die Festung Sturmwind.


Die Horde überfällt Azeroth

Eines Morgens begann sich die Sanduhr, die Medivh einst Prinz Llane geschenkt hatte, zu leeren. Als das letzte Sandkorn hindurchgeronnen war, erschütterte ein gewaltiger Knall die Tore Sturmwinds und bald darauf begannen Orks, die Mauern der Festung zu erklimmen. Schnell schickte König Wrynn Prinz Llane und Köngin Varia in die sicheren Mauern der Nordhaintal Abtei.

Der Angriff auf die Festung von Sturmwind erwies sich für die Horde als ein verheerender Tag in ihrer Geschichte. Obwohl es den orkischen Kämpfern gelang, die Mauern zu überwinden, schlugen die Soldaten der Menschen sie schnell zu den Toren zurück und bald wüteten die menschlichen Reiter in den Reihen der kopflos flüchtenden Orks. Gleichzeitig nahmen die Fußtruppen durch eine grandiose taktische Leistung die verstörten orkischen Truppen in die Zange und dezimierten sie stark. Die geschlagene Armee musste sich zurückziehen und wurde bis zu ihrem Aussenposten nahe des dunklen Portals zurückgetrieben.

Die katastrophale Niederlage in der Schlacht um Stormwind stürzte die Horde in heilloses Chaos.


Die Verbannung der Frostwölfe

Einige wenige Orks lehnten sich gegen Gu'dan und seine neu gewonnene Führungsposition in der Horde auf. Durotan, der Häuptling des Frostwolf-Clan, stellte sich offen gegen die Hexenmeister, da er vermutete, dass Gu'dans Ziele korrupt waren und dass er unter dämonischem Einfluss stand. Er versuchte, die anderen Orks von seiner Wahrheit zu überzeugen, aber die Stellung der Hexenmeister erwies sich als viel zu stark und die Frostwölfe wurden aus den Ländereien ihres Volkes vertrieben. Durotans Clan ließ sich in den Bergen von Alterac nieder und schloss Freundschaft mit den eingeborenen weißen Wölfen, die dort lebten. Der Clan passte sich schnell den unwirtlichen Bedingungen in den Bergen an und besann sich wieder auf die alten, schamanistischen Bräuche aus der Zeit vor den Hexenmeistern.

Obwohl es den sicheren Tod bedeutete, war Durotan entschlossen, die anderen orkischen Häuptlinge von der Schuld Gu'dans zu überzeugen. Er und seine Familie reisten zum Camp von Ogrim Doomhammer, dem Häuptling des Thunderlord-Clan. Durotan erzählte Doomhammer, wie Gul'dan sein eigenes Volk für Macht und die Zwecke der Brennenden Legion betrogen hatte. Doomhammer glaubte seinem alten Freund und gelobte, gegen Gul'dan und seine dunklen Machenschaften zu kämpfen. Traurigerweise fielen Durotan und seine Gefährten einem Anschlag der unehrenhaften Söhne Blackhands, Rend und Maim, zum Opfer. Durotans heranwachsenden Sohn ließen die Mörder dem Tode geweiht im Schnee liegen, doch der Zufall wollte es, dass ein Mensch namens Blackmoore den jungen Ork fand und ihn in die Festung von Durnholde brachte.


Der erste große Krieg

Kurze Zeit nachdem Blackhand zum Anführer der Horde aufgestiegen war, nahm Medivh erneut Kontakt zu Gu'dan auf. Jetzt, da die Orks in seiner Welt angekommen waren, befahl er Gu'dan, Azeroth mit der Kraft der Horde zu zerstören und ihn, Medivh, zum Herrscher zu ernennen. Gu'dan ignorierte die Befehle Medivhs und erklärte ihm, dass keine Macht und kein Geschöpf der Welt seinen Willen kontrollieren könne. Trotzdem verriet der dunkle Magier Gu'dan, dass der große Sargeras, der Anführer der Brennenden Legion, in seiner Welt begraben war. Es war eben jener Dämonenlord gewesen, den lange Zeit zuvor die Wächterin Aegwyn besiegt hatte. Da dieses Grab unvorstellbare Macht und Magie versprach, erlag Gu'dan schließlich den Verlockungen und beugte sich dem Willen Medivhs. Es wurde vereinbart, dass Medivh die Lage des Grabes preisgeben würde, sobald die Horde Azeroth vernichtet hatte. Dies war der Beginn des ersten großen Krieges zwischen den Menschen Azeroths und der orkischen Horde.

Nach der beschämenden Niederlage bei Sturmwind sammelten sich die Kräfte der Orks aufs Neue in den Swamp of Sorrows ( Schwarzer Morast ). In den folgenden Jahren arbeitete die Horde daran, ihre Position in Azeroth zu stärken und ihre Außenposten auszubauen. Die Schwarzfelsspitze in der Sengenden Schlucht gelegen, wurde zum Hauptquartier der Orks. In den Tiefen des gigantischen schwarzen Berges existierten zahllose Höhlen und Gänge, die geradezu prädestiniert waren als Standort für die riesige orkische Armee. Immer wieder gab es Scharmützel im Grenzgebiet zwischen dem Hoheitsgebiet der Menschen und dem durch die Orks besetzten Land. Nach und nach gelang es den Orks, immer größere und wichtigere Schlachten siegreich zu beenden. Die Horde zerstörte Grand Hamlet und schaffte es gleichzeitig, ihre Außenposten im Rotkammgebirge zu halten. Ein noch größerer Schlag im Kampf gegen die Menschen gelang der Horde mit der Ermordung König Llanes durch einen weiblichen Halb-Ork namens Garona, die sein heraus gerissenes Herz Gu'dan brachte.

Inmitten dieser orkischen Angriffe stürmte eine Gruppe von menschlichen Kriegern den Turm Karazhan, das Hauptquartier Medivhs. Die Krieger zerstückelten Medivhs Körper regelrecht, wodurch der Zauberer telepathische Wellen von Schmerzen aussandte. Gu'dan, der den nahenden Tod Medivhs spürte, stellte eine geistige Verbindung mit dem dunklen Zauberer her, um in dessen Gedanken nach dem Lage des Grabes von Sargeras zu forschen. Bevor er jedoch die genaue Lage bestimmen konnte, fiel Medivh der Gruppe der azeroth"schen Kämpfer zum Opfer und starb. Da er zum Zeitpunkt von Medivhs gewaltsamen Todes noch mit dem dunklen Zauberer verbunden war, traf eine gewaltige Rückkopplung Gu'dans Geist. Er fiel in einen tiefen, todesähnlichen Schlaf und seine ihm treu ergebenen Hexenmeister bewachten seinen komatösen Körper.

Ogrim Doomhammer erfüllte seinen Schwur gegenüber Durotan und nutzte diese Gelegenheit, die Macht zu ergreifen. Er tötete den Kriegshäuptling Blackhand und brachte der Horde seinen abgetrennten Kopf. Doomhammer bezichtigte Blackhand, ein unfähiger und unaufrichtiger Anführer gewesen zu sein und übernahm die Führung der Horde, als er zum neuen Oberhaupt aufstieg. Seine Macht wuchs stetig, als der die Horde in den folgenden Schlachten zum Sieg führte. Die Orks zerstörten die Nordhaintal Abtei, Goldhain und Mondbruch, bevor sie wie eine gefräßige, vielköpfige Raupe über die Festung von Sturmwind herfielen und sie schleiften. Die Menschen von Azeroth hatten verloren - eine Niederlage, wie sie vollkommener nicht hätte sein können.


Die Folgen des ersten Krieges

Als Gu'dan schließlich erwachte, war er völlig verwirrt. Seine Marionette Blackhand war tot, und Ogrim Doomhammer hatte die absolute Herrschaft über die Orks erlangt - schlimmer noch, er versuchte, die Vorgänge innerhalb der Horde aufzudecken. Es gelang ihm Garona, eine Dienerin Gul'dans, gefangen zu nehmen und ihr mittels Folter die Lage den Versammlungsort des Schattenrates zu entlocken. Bald darauf marschierte Doomhammer zur Zitadelle Gul'dans, die in der Nähe der Ruinen von Sturmwind gelegen war. Nach einem kurzen Kampf trieben die Angreifer die Mitglieder des Schattenrates zusammen. Ihnen wurde Verrat und die Zusammenarbeit mit Dämonen vorgeworfen, bald darauf wurden sie alle öffentlich exekutiert.

Gul'dan wurde verschont und dem Machthaber vorgeführt. Durch seinen langen und kräfteraubenden Schlaf war er schwach und bar jeder Macht. Deswegen konnte er sich nicht widersetzen, als Doomhammer ihn ausführlich über die Geheimnisse des Schattenrates ausfragte und war gezwungen, dem neuen Anführer der Horde seine Loyalität vor zu gaukeln. Der Hexenmeister warf Rend und Maim vor, eine Rebellion der Wolfsreiter gegen Doomhammer zu planen und obwohl die Vorwürfe jeder Wahrheit entbehrten, löste Doomhammer die Streitkräfte der Wolfsreiter auf. Um seine Täuschung perfekt zu machen, erschuf Gul'dan Todesritter, die der Horde dienen sollten. Diese Todesritter waren Seelen aus dem Sog der Unterwelt, die nach Azeroth gerufen wurden und sich den Körpern gefallener Ritter bemächtigten. Schlussendlich war Doomhammer zufrieden mit dem, was Gul'dan geleistet hatte und ließ ihn wieder seine eigenen Wege gehen. Dieser jedoch schwor sich, den Anführer der Horde irgendwann für das, was er ihm angetan hatte, bezahlen zu lassen.

Die verbliebenen Bewohner Azeroths waren gezwungen, aus ihrer einstigen Heimat zu fliehen. Geführt von dem tapferen Sir Lothar, einem großen Held des ersten Krieges, machten sie sich über die Große See auf den Weg nach Lordaeron. Dort berichteten sie König Terenas, Herrscher von Lordaeron, was ihnen widerfahren war. Terenas stimmte mit ihnen überein, dass die Orks eine große Gefahr für die ganze Menschheit darstellten und aus diesem Grunde wurde schliesslich ein Pakt zwischen den sieben unabhängigen Nationen der Menschen geschlossen. Die Armeen all dieser Nationen vereinten sich zu einer Allianz, unter dem Oberkomando von Lord Lothar persönlich. Admiral Daelin Prachtmeer der Inselnation Kul'Tiras stellte der Allianz seine mächtige Flotte zur Verfügung, Thoros Trollbane von Stromgarde seine gewaltige Armee und zu guter Letzt wurde die Allianz von den stämmigen Zwergen aus Khaz Modan verstärkt. Die Allianz war bereit und erwartete die unabwendbare Invasion der Orks.

Doch der verräterische Lord Perenolde, Herrscher von Alterac, beschloss, dass die Alianz zu Scheitern verurteilt war. Er kehrte seinem eigenen Volk den Rücken, schloss ein geheimes Bündnis mit der Horde und versprach den Orks die Hilfe seines Volkes im Krieg gegen die Allianz.


Der Beginn des zweiten Krieges

Sechs Jahre nach der Niederlage Azeroths, trugen die Orks den Krieg erneut zu den Menschen. Die Horde baute eine gewaltige Armada auf und überquerte die Große See in Richtung den nördlichen Königreiche der Menschen. Als die Streitmacht der Orks begann Hügelland anzugreifen, versuchte König Terenas inbrünstig, die Hochelfen von Quel'Thalas zum Beitritt in die Allianz zu bewegen. In den weiten Ebenen von Alterac lauerte die Horde einer vorbeiziehenden Abordnung elfischer Bogenschützen auf, die sich selbst ein Bild von der orkischen Bedrohung machen wollten. Als die Allianz die Gefangenen dieses Überfalls bei Tarrens Mühle befreien konnte, gewannen die Menschen schließlich das Vertrauen und die Hilfe des Rates von Silbermond, das regierende Organ der Elfen. Die Kräfte der Elfen und der Allianz wurden nun vollständig vereint und die wendigen Zerstörer der Elfen zu Wasser und ihre Bogenschützen und Jäger zu Lande wurden zu einer unverzichtbaren Unterstützung der Allianztruppen. Während die Elfen noch der Allianz beitraten, waren die mutigen Zwerge von Khaz Modan bereits mitten im Geschehen. Die Mörserteams der Zwerge stellten sich als schlagkräftige Waffen heraus und ihre kleineren wilden Verwandten schwangen legendäre Hämmer, während sie auf dem Rücken der gefürchteten Greifen ritten.

Aber auch die Orks konnten einige Verbündete gewinnen. So gelang es dem Oberhaupt der Horde, Ogrim Doomhammer, die berüchtigen Trolle von Lordaeron, Jahrhunderte alte Feinde der Elfen, als Alliierte zu gewinnen. Auch die erfinderischen Goblins schlossen sich der Horde an und stellten Zeppeline und andere nützliche Maschinen zur Verfügung. Neben diesen beiden Völkern reihten sich noch die Oger, die Kolosse von Draenor, als gewaltige Krieger in die Truppen der Horde ein. Das Meisterstück jedoch gelang den Söhnen Blackhands, Rend und Maim, als sie es schafften, die Drachenkönigin Alexstraza gefangen zu nehmen. Der Hexenmeister Nekros Skullcrusher nutzte die Dämonenseele, Totenschwinges Amulett, um die Königin unter seinen Willen zu zwingen. Gebunden von Ketten aus gehärtetem Stahl wurde sie gequält und als Geisel gehalten. Als ihre Eier schlüpften, nutzten die Orks die Drachenwelpen für den Krieg der Horde.


Gul'dans letzte Aufgabe

Gu'dan, der mächtige orkische Hexenmeister, wurde von einem sagenumwobenen elfischen Artefakt nach Que'Thalas gelockt: dem Runenfels von Scholomance. Vor Urzeiten hatten elfische Druiden den Monolithen errichtet und magische Runen der Verteidigung hinein geritzt. Der Runenfels wurde auf einer zur Festung ausgebauten Insel im Darromeer See scharf bewacht. Trotzdem gelang es Gul'dan in die Festung einzudringen und das Artefakt zu stehlen. Nach dem Diebstahl befahl er, den Runenfels in seine Bestandteile zu zerlegen und daraus verfluchte Altäre zu errichten. Diese entweihten Stücke des Runenfelsens erweckten die gefürchteten Oger-Magier zum Leben.

Mit dem Fall von Scholomance entflammte der Krieg im Norden erneut. Die Horde besetzte einen großen Teil von Quel'Thalas und die menschlichen Nachschublinien zu den Elfen wurden unterbrochen. In der Folge wurde Stratholme, die wichtigste Ölquelle der Allianz, von der orkischen Flotte ausradiert. Zerstörer und Kampfschiffe zerstörten alle Bohrplattformen und Raffinerien und lediglich eine Handvoll Menschen und Elfen verblieb nach Stratholme in Quel'Thalas. Doch auch sie starben kurzer Zeit allesamt aus und Quel'Thalas fiel vollständig in die Hände der Horde.

Während Doomhammer sein Augenmerk auf die Eroberung von Quel'Thalas richtete nutzten Gul'dan und sein Stormreaver-Clan die allgemeine Verwirrung aus und machten sich auf den Weg zum Grabe Sargeras'. Cho'gall, ein von allen respektierter Oger-Magier und der Zwielicht-Hammer-Clan unterstützten Gul'dan bei seinem Verrat. Gul'dan gelang es, die versunkene vulkanische Insel, auf der sich Sargeras' Grab befand, über den Meeresspiegel zu erheben. Der Hexenmeister öffnete das Grab und befreite den Lord der Brennenden Legion. Kurze Zeit später erfuhr ein tobender Ogrim Doomhammer vom Verrat Gul'dans und ordnete die sofortige Vernichtung des Stormreaver und Zwielicht-Hammer-Clans an. Seine Krieger kehrten mit Gul'dans Kopf zurück.


Die Allianz ist am Zug

Mit der Zeit wendete sich das Blatt des Krieges. Die Allianz begann mit der Hilfe der heiligen Paladine, einen Grossteil des besetzten Quel'Thalas zurück zu erobern, Die Ritter der Silbernen Hand ritten durch das Land und vertrieben die orkischen Besatzer. Bald war Quel'Thalas wieder in der Hand der Allianz, wenn auch zu einem hohen Preis, denn ein großer Teil des elfischen Königreiches war entweiht und für immer zerstört und verloren.

Der verschlagene Lord Perenolde von Alterac hinterging die Allianz und tat alles, seinen geheimen Bund mit der Horde zu erfüllen. Der hinterhältige Überfall auf die Bogenschützen der Elfen nahe Tarrens Mühle war der Verdienst von Spionen aus Alterac gewesen. Ausserdem stifteten Agenten aus den Landen des verräterischen Lords Rebellionen im Gebiet der Allianz an


Eine unerwartete Wendung

Mit dem Sieg über den Kriegshymnen-Clan bei Grim Batol verblieb nur noch ein orkischer Clan auf freiem Fuß. Der weise Häuptling Kilrog Deadeye hatte seinen Clan tief in den Schutz des schwarzen Morastes hineingeführt. Dort lebten die letzten verbliebenen Orks und wichen allen Versuchen der rachelüsternen elfischen Späher, die sie aufzuspüren versuchten, immer wieder aus. Doomhammer war bei der Schlacht um das dunkle Portal in die Hand der Allianz gefallen und wurde als Gefangener an den Hof von König gebracht.

Das Problem der orkischen Horde schien gelöst zu sein. Da die Menschen nicht mehr um ihr Überleben kämpfen mussten, begann die Allianz instabil zu werden. Die Herrscher von Stromgarde und Gilneas sprachen sich gegen die von Lordaeron verfügte Haltung der Orks in Internierungslagern aus. Als diese beiden Nationen deswegen der Allianz den Rücken kehrten, verblieb außer Lordaeron nur Azeroth unter der Herrschaft des jungen Königs Varien Wrynn in der Allianz.

Obwohl das dunkle Portal vom Erzmagier Khadgar zerstört worden war, verblieb die Narbe des Risses zwischen den Welten und hing wie ein dunkles, bedrohliches Auge über dem schwarzen Morast. Die Kirin Tor, ein Rat von Zauberern der über das Reich von Dalaran herrschte, begann mit dem Bau einer Festung, die über den Riss wachen sollte. So entstand die Zitadelle von Nethergarde, welche als Azeroths neuer Wächter ein beständiges Auge auf den Riss haben sollte.

Eines Sommerabends hüllte plötzlich völlige Dunkelheit den schwarzen Morast ein. Die Magier von Nethergarde versuchten verzweifelt, die drückende Schwärze zu vertreiben und ihren Ursprung ausfindig zu machen. Doch sie machten nur eine, dafür umso schrecklichere Entdeckung - der Riss hatte erneut begannen zu wachsen. In unmittelbarer Nähe der Festung waren die Geräusche einer riesigen Armee zu vernehmen, das Knirschen hunderter Rüstungen und die Schreie von Drachenwelpen hallte durch die Nacht. Als die Truppen den Riss durchquert hatten, war nur noch ein hämisches Flüstern zu hören. "Wir werden zurückkehren...".

Der zweite große Krieg war noch nicht vorbei...


Totenschwinges List

Nach der Zerstörung Alteracs und der Befreiung Azeroths kehrte endlich Frieden in den nördlichen Landen ein. Doch in den Reihen der Allianz begann sich Unruhe auszubreiten. Die Horde stellte keine Bedrohung mehr da und die Anführer der menschlichen Nationen begannen die Nützlichkeit und den Wert der Allianz in Frage zu stellen. Zu allem Überfluss wollte auch noch jede Nation ein Stück des besiegten Königreiches von Alterac unter ihrer Herrschaft sehen, was zusätzlich für Unmut unter den Mitgliedern der ehemals so eng zusammen stehenden Allianz sorgte.

Während die Allianz sich in den Haaren lag, entschloss sich Totenschwinge, der heimtückische schwarze Drache, sich keiner der Fraktionen anzuschließen. Stattdessen war sein einziges Ziel, das Land mit Tod und Verwüstung zu überziehen. Sein Traum war es, jegliches Leben auf Azeroth auszulöschen, mit Ausnahme seines eigenen und einigen wenigen Auserwählten, um danach über die Welt herrschen zu können. Und so tötete er Menschen, Orks und Elfen mit dem gleichen Hass - glühender Hass, nur noch übertroffen von der Grausamkeit, die er anderen Drachen, die nicht von seiner Art waren, entgegen brachte.

Der listige und mächtige Drache heckte einen Plan aus, um sich seinen Traum von einer Welt zu verwirklichen, in der nichts mehr am Leben war. Um seine Ziele zu erreichen, nahm er die Gestalt des tapferen menschlichen Edelmannes Lord Prestor an. Durch Hexerei und Zauberkunst gelang es ihm, die Anführer der Allianz davon zu überzeugen, ihn zum König zu machen. In dieser Position wäre es dem Hüter des Chaos möglich gewesen, alle Völker in den totalen Krieg zu treiben und unvorstellbare Verwüstungen anzurichten. Nur die Magier von Dalaran konnten mit der Hilfe von Krasus, der menschlichen Form des roten Drachen Korialstrasz, hinter seine magische Maske blicken. Um seine Entdeckung zu verhindern, hetzte Prestor/Totenschwinge die Allianz gegen die Kirin Tor auf. Sein dunkler Einfluss reichte bis hin zu König Terenas von Lordaeron und zwang diesem den Willen des bösen Drachen auf.

Um die Dämonenseele in die Hände der Orks zu spielen, fädelte Totenschwinge die Gefangenname von Alexstraza durch die Orks ein. Auch wenn der Fluch, der es Totenschwinge unmöglich machte, das Amulett jemals wieder selbst zu benutzen, immer noch hielt, verhinderte er nicht, dass der Drache diejenigen kontrollierte, die es in den Händen hielten. Da es keine Drachen von Totenschwinges Geschlecht mehr gab, benutzte er die Horde, um die Eier Alexstraza"s aus zu brüten. Sobald der richtige Zeitpunkt gekommen war, plante er, die Eier zu stehlen und seine eigenen üblen Nachkommen gross zu ziehen.


Das Ende des zweiten Krieges

Mittlerweile näherte sich der zweite Krieg dem Ende. Der Kriegsschauplatz verlagerte sich nach Khaz Modan, wo die Horde versuchte, den Norden mit Bodentruppen einzunehmen. Glücklicherweise trafen die Orks bei der uralten Zwergenstadt Dun Modr auf die tapferen Helden von Kul Tiras und Stromgarde. Der tobende Horde gelang es zwar, einige Zivilisten zu töten, aber die Truppen der Allianz konnten den Angriff wieder einmal zurückschlagen. Die Orks waren gezwungen, südwärts durch das Tal von Thandol in Richtung Dun Algaz zu fliehen, einem weiteren Außenposten. Doch auch dort war ihnen keine Verschnaufpause vergönnt, denn die Ritter der Allianz ritten ohne zu zögern nach Dun Algaz, wo sie den kopflos flüchtenden Streitkräften den Garaus machten. Mit der Zerstörung von Dun Algaz verblieb lediglich eine orkische Festung in Khaz Modan, Gim Batol.

Um den Orks ihre Drachen-Brutstätten zu nehmen, entschieden sich die Kirin Tor, Alexstraza aus ihrem Gefängnis in Grim Batol zu befreien. Gemäß Krasus' Empfehlung schickten sie den Schurkenmagier Rhonin, um die Befreiung durch zu führen. Falstad, ein Zwergenkrieger und die elfischen Jägerin Vereesa begleiteten ihn auf seiner wichtigen Mission. In der Zwischenzeit wurde Alexstraza unter den wachsamen Blicken des Hexenmeisters Nekros Skullcrusher gefangen gehalten. Er benutzte das Amulett, um Alexstraza unter Kontrolle zu halten - genau wie Totenschwinge es vorhergesehen hatte. Der Hexenmeister hielt sie in einem Zustand ständigen Schmerzes und erschuf einen Feuergolem, um ihre Kammer zu bewachen.

Grim Batol war die wichtigste Ausgangsbasis für orkische Aktivitäten im Land der Zwerge. Aus diesem Grunde ordnete Lord Lothar einen Angriff auf die Festung an, in dessen Verlauf sich die Menschen als siegreich erwiesen. Die Orks waren geschlagen, und mussten sich nun vollständig aus Khaz Modan zurückziehen.

Letzen Endes stellten sich alle anderen Drachen gegen Totenschwinge, doch auch ihre konzentrierte Macht war keine ernst zu nehmende Bedrohung für den schwarzen Giganten. Zuviel ihrer ehemaligen Stärke und Macht war in der Dämonenseele gefangen, und sie waren nur noch Schatten ihres früheren selbst. Erst als der Magier Rhonin das Amueltt mit einer Klaue Totenschwinges zerstörte, kehrte ihre Energie zurück und der verräterische Drache konnte besiegt werden.


Ein neuer Angriff

Die orkischen Clans wurden mittlerweile von dem alten Schamanen Ner'zhul angeführt. Er beauftragte den Kriegshymnen-Clan und den Blutende-Höhle-Clan, blitzartige Vorstösse nach Azeroth zu unternehmen und die magischen Artefakte zu stehlen, die er für das Öffnen neuer Portale benötigte.

Während die beiden Clans damit beschäftigt waren, die Artefakte zu stehlen und zu Ner'zhul zu bringen, machte die Allianz erneut mobil. Nachdem er den Söldner Danath, die Elfenjägerin Alleria, den stolzen Paladin Turalyon und Kurdran, eine lebende Legende vom Volk der Zwerge um sich geschart hatte, führte der Erzmagier Khadgar eine Expedition durch den Riss nach Draenor hinein. Unter dem roten Himmel von Draenor wollten sie der beständigen Bedrohung den endgültigen Garaus machen.

Trotz ihres heldenhaften Plans schaffte es die kleine Streitmacht jedoch nicht, Ner'zhul an der Erschaffung neuer Risse zum Sog der Unterwelt zu hindern. Als die Allianz ihn endlich gestellt hatte, ließ er seine getreuen Leibwächter im Stich und floh mit seinen Vertrauten durch einen der Risse. Khadgar blieb keine andere Wahl, als fieberhaft zu versuchen, den Riss nach Azeroth zu versiegeln. Während er daran arbeitete, den Riss zu verschließen, hielten seine Kameraden den Zorn eines ganzen Planeten in Schach. Als der Riss endlich verschlossen und die Gruppe damit für immer von Azeroth abgeschnitten war, floh die tapferen Recken durch einen anderen Riss und bis heute hat niemand wieder von ihnen gehört...


Kein Ausweg für Ner'zhul

Zu seinem Leidwesen war Ner'zhul nicht so gut im Fliehen, wie er glaubte. In den Weiten des Sogs der Unterwelt wurde er aufgespürt und musste für seine schrecklichen Taten bezahlen. Sein Körper schied dahin, doch seine Seele wurde vom Dämonenlord Kil'jaeden eingefangen. Nachdem ihm der Tod verwehrt worden war, schickte Kil'jaeden Ner'zhul im Frost-Thron gefangen zurück nach Azeroth.

Dort fanden sich auch der Kriegshymnen-Clan und der Blutende-Höhle-Clan nach der Zerstörung des Risses wieder. Dem Kriegshymnen-Clan gelang die Flucht, und seine Angehörigen schafften es, die Berge zu erreichen und der Gefangennahme zu entgehen. Der Blutende-Höhle-Clan hatte nicht so viel Glück. Er wurde aufgerieben und leistete fortan seinen Brüdern in den Internierungslagern von Durnholde Gesellschaft.


Der Lord der Clans

In den letzten Tagen des ersten großen Krieges hatte ein gewisser Leutnant Schwarzmeer, der Kommandant von Durnholde, einen Ork-Säugling in den Wäldern gefunden, der neben seinen ermordeten Eltern lag. Er rettete das kleine Kind, nannte es Thrall und brachte es in die Gefängnisfestung von Durnholde, wo er es in die Hände der Familie eines zuverlässigen Dieners übergab. Das älteste Kind der Familie freundete sich schnell mit Thrall an und als der der junge Ork schließlich in der Gladiatorenarena das Kämpfen lernte, schmuggelte Taretha Bücher zu ihm hinein. Sie war auch diejenige, die Thrall später zur Flucht aus der Gefangenschaft in Durnholde verhelfen sollte.

Nachdem Thrall aus seiner Gefangenschaft entkommen war, begab er sich auf die seine Suche nach seinem Volk und seiner kulturellen Identität. Auf seiner Wanderung durch das Land wurde er jedoch gefangen genommen und machte in einem Internierungslager Bekanntschaft mit der Lethargie, die von der Horde Besitz ergriffen und ihren Kampfeswillen erstickt hatte. Es war auch dort, in der Trostlosigkeit des Lagers, wo Thrall zum ersten Mal mit der Kultur seines Volkes in Berührung kam und mit Entsetzen feststellen musste, was die Zeit der Gefangenschaft aus ihr gemacht hatte. Sein Aufenthalt im Lager war jedoch nicht von langer Dauer, da Schwarzmeer auf der Suche nach Thrall bald im Lager auftauchte und Thrall fliehen musste.

Wieder frei, machte sich Thrall auf den Weg, um Grom Hellscream und den Kriegshymnen-Clan zu suchen. Als er einer Gruppe von orkischen Jägern über den Weg lief, wurde er zu einer Audienz mit dem Häuptling gebracht. Drei Prüfungen wurden ihm auferlegt, um sich zu beweisen. Die erste Prüfung meisterte er mit Bravur und besiegte drei orkische Krieger. Bei der zweiten jedoch weigerte er sich, ein unbewaffnetes menschliches Kind zu töten und nahm damit den möglichen Zorn des Clans in Kauf. In diesem Moment erschien Grom Hellscream und war von Thralls Gefühl für Gnade beeindruckt. Er nahm ihn in die Reihen seines Clans auf und brachte ihm mehr über die Kultur der Orks bei.

Doch nach einiger Zeit begann Thrall, sich eingeengt zu fühlen. Er verabschiedete sich vom Kriegshymnen-Clan und begab sich auf den Weg in Richtung der Alterac-Berge, von denen Grom ihm erzählt hatte, dass Thralls eigener Clan dort möglicherweise immer noch leben könnte. So machte sich Thrall auf die Suche nach dem Clan der Frostwölfe. Dieser Clan war einst von der Horde ins Exil geschickt worden, da sich ihr Häuptling gegen die bösartigen Absichten des Schattenrates ausgesprochen hatte. Thrall Reise in die Berge endete fast mit einem Erfrierungstod an einem der vielen Abhänge im Gebirge.

Der junge Ork wurde zu einem der letzten verbliebenen Schamanen gebracht und lernte dort viel über seine Eltern und die Lebensweise der Schamanen von Drek'Thar. Als erster in Jahrzehnten wurde er von den fünf Geistern akzeptiert, den schamanistischen Seelen, welche über die Zuwendung der Orks zu den dunklen Künsten der Hexenmeister außer sich waren. Anfangs des Frühlings begegnete Thrall dem verkleideten Ogrim Doomhammer und forderte ihn aus Gründen der Ehre zu einem Duell heraus. Doomhammer war beeindruckt von dem jungen Häuptling und nahm ihn als zweiten Offizier unter sein Kommando auf.

Doomhammer, Hellscream und Thrall arbeiteten daran, die in den Internierungslagern gefangenen Orks zu befreien und aufzurütteln. Als Doomhammer in einem Kampf gegen ein Gruppe von Rittern fiel, erlegte er Thrall die Ehre und Bürde des Anführers auf und machte ihn zu seinem Nachfolger. Thrall nahm die Rüstung und den Kriegshammer, die einst Ogrim Doomhammer gehört hatten an sich. Wieder belebt und mit neuer Energie machte sich die Horde auf zu dem Quell all ihrer Qualen - der Festung von Durnholde.

Taretha war überglücklich, dass Thrall zurückgekehrt war und schlich sich eines Nacht heimlich zu ihm, um mit ihm zu sprechen. Doch bei ihrer Rückkehr wurde sie von Lord Schwarzmeer entdeckt. Der betrunkene Kommandant ließ seine Mätresse enthaupten und warf Thrall ihren Kopf vor die Füße, als dieser ihn zu einer Unterredung aufsuchte. Außer sich vor Wut ließ Thrall seine Truppen die Festung schleifen, gewährte den menschlichen Flüchtlingen aber freien Abzug und ließ sie am Leben. Als alle Menschen die Festung verlassen hatte, rief er die Erde selbst an, Durnholde zu verschlingen.


Die Rückkher des Schamanen

Ner'zhul war in den Ödländern von Nordend auf die Welt von Azeroth zurückgekehrt. Innerhalb der Reichweite des Frost-Throns begann er, eine neue Armee zu rekrutieren, eine Plage, die er auf ganz Azeroth zu entfesseln gedachte. Seine untoten Diener eroberten das uralte Königreich von Azjol-Nerub. Die vereinigte Macht von Ner'zhuls abartiger Armee wuchs mit der Assimilation der Spinnenmenschen von Nordend weiter an.

Unterdessen schmiedete Ner'zhul die Runenklinge Frostmähne und benutzte sie als Falle, um erneut körperliche Präsenz zu erlangen. Er warb einen mächtigen Magier der Kirin Tor an, Kel'Thuzad, indem er ihm Macht über die Künste der Totenbeschwörung versprach. Der Erzmagier Kel'Thuzad kehrte, erstarkt durch sein Training unter dem Lich-King und als Anführer des Kult der Verdammten nach Lordaeron zurück. Der Kult der Verdammten war eine Organisation faulender Untoter, Ner'zhuls Werkzeug, um die menschliche Zivilisation auszurotten und den Einflussbereich der Geißel zu vergrößern.

Die Geißel war der Wegbereiter für eine erneute dämonische Invasion Azeroths und alle Männer, die ausgesandt wurden sie zu jagen, liefen in eine Falle, die ihr Verderben bedeutete.


Die Korruption eines Prinzen

Obwohl Sir Uther Lichtbringer zu den größten Helden gezählt wurde, die die Menschheit je hervorgebracht hatte, war es ihm nicht gelungen, die wiedererstarkte und gerissene Horde in der Wildnis Lordaerons niederzuhalten. Da seine Aufgabe noch nicht vollbracht war, wurde der Sohn von König Terenas, Prinz Arthas, mit der Mission betraut, die Aktivitäten der Plage in den nördlichen Gefilden Lordaerons genauer zu überprüfen.

Nachdem Jaina Prachtmeer, eine viel versprechende junge Magierin, zu ihm gestoßen war, machte Arthas sich auf, der Gefahr entgegenzutreten. Kurze Zeit später hefteten sich Arthas und Jaina an die Fersen des Kult der Verdammten und ihres Anführers, dem ehemaligen Erzmagier Kel'Thuzad, der inzwischen zu einem Totenbeschwörer geworden war. Verseuchte Getreidelieferungen hatten die beiden auf die Spur der dämonischen Kreaturen geführt.

Kel'Thuzad wurde in der Stadt Andorhal in die Enge getrieben und von Arthas erschlagen. Kurz danach stand der junge Prinz dem Dämonenlord Mal'Ganis von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Arthas wurde von Rachegefühlen überwältigt und begann eine Jagd auf den Schreckenslord, die von Anfang an unter einem schlechten Stern stand. Arthas' Rasen erreichte seinen Höhepunkt, als er versuchte, den Orden der Ritter der silbernen Hand aufzulösen und gleichzeitig unzählige unschuldige Dorfbewohner tötete, in dem Glauben, sie seien durch den Genuss von verseuchtem Getreide in der Verwandlung in Untote begriffen. Nachdem seine Hände derart mit Blut besudelt waren, wandten sich sowohl Sir Uther als auch Jaina von ihm ab. Der Prinz, immer noch blind vor Hass auf den Schreckenslord, ließ eine Flotte bauen und segelte nordwärts nach Nordend, um den bösen Dämon zu suchen.

In Nordend angekommen, traf Arthas überraschender Weise auf seinen Mentor aus Kindertagen, den zwergischen Bergkönig Muradin Bronzebart. Da ihm von seinem Vater die Rückkehr in die Heimat befohlen wurde, zerstörte Arthas seine eigene Flotte, um seine Mannen in Nordend festzusetzen. Wie zum Beweis für seine Verderbtheit bezichtigte er seine Handlanger des Verrats und tötete sie kaltblütig.

Gestrandet und umstellt schlug Muradin vor, mit Hilfe der Macht der sagenumwobenen Runenklinge Frostmähne dem Schicksal zu entrinnen. Wieder einmal war es Arthas' einziges Ziel, den Schreckenslord zu töten, alle anderen Probleme schienen ihn nicht zu interessieren. Seine Suche nach Frostmähne brachte den Tot seines alten Mentors mit sich, aber selbst das schreckte Arthas nicht ab und er nahm die alte Runenklinge an sich. Die durch den Lich King verfluchte Waffe begann ihre schreckliche Wirkung zu entfalten...


Der verlorene Sohn kehrt zurück

Bei der Rückker des Prinzen nach Lordaeron war sein Vater außer sich vor Freude, seinen verloren geglaubten Sohn wieder zu sehen. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn als König Terenas ihn bei der Willkommensaudienz umarmen wollte, rammte ihm sein eigener Sohn ein Schwert zwischen die Rippen und tötete ihn. Nachdem auch dieses Hindernis aus der Welt geschafft war, begann der mittlerweile völlig verdorbene Arthas, das Werk des Lich Kings in Lordaeron weiterzuführen. Das Zusammentragen der Asche seines einstigen Widersachers Kel'Thuzad stellte nur den Anfang seines schreckliches Wirkens dar.

Bei der Konfrontation mit dem letzten überlebenden Mentor aus seiner Kindheit, Sir Uther Lichtbringer, verlor Arthas den letzten Fetzen seiner Menschlichkeit. Er tötete den edlen Paladin und nahm die Urne mit der Asche seines Vaters, um die sterbliche Überreste Kel'Thuzads darin aufzubewahren. Die Asche des großen König Terenas, dem Gründer der Allianz Lordaerons, die Azeroth vor der orkischen Horde gerettet hatte, wurde so von seinem eigenen Sohn in alle Winde zerstreut.


Orks auf dem Meer

Mittlerweile hatte sich Medivh Thrall gezeigt und ihn angefleht, mit seinem Volk über die große See nach Kalimdor zu segeln. Die Reise war gefährlich und einige der orkischen Schiffe gingen auf der See oder im Maelstrom verloren. An den Küsten des neuen Kontinents angekommen, traf Thrall auf seltsame Wesen, die zur Hälfte Menschen und zur anderen Hälfte Bullen waren. Aufgrund der Ähnlichkeit der Orks und Tauren, die beide in schamanistischen Kulturen lebten, entstanden sehr schnell freundschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Völkern. Die Orks sahen in den Tauren das Leben, das sie zurückzugewinnen trachteten, und für die Tauren waren die Neuankömmlinge eine Quelle neuer Kraft.

Nachdem sie den Stamm der Tauren in sicherere Gebiete begleitet und ihnen beim Kampf gegen die tobenden Stämme der Zentauren in den Ebenen beigestanden hatten, traf sich Thrall endlich mit seinem Freund und Häuptling Grom Hellscream. Das Treffen verlief allerdings nicht so herzlich wie erwartet Grom und der Kriegshymnen-Clan waren bereits einige Zeit dem dämonischen Einfluss ausgesetzt gewesen, der in der Luft lag und begannen wieder in die alten Zeiten der Blutlust und dem endlosen Krieg zurückzufallen, die die Tage von Gul'dan, Blackhand und Ner'zhul geprägt hatten.

Verärgert von dem Verhalten, das sein Freund gegenüber den menschlichen Flüchtlingen in Kalimdor an den Tag legte, gab Thrall Grom Aufgaben im Hinterland, wo er für die Holzversorgung zuständig war, um die Stellung der Horde zu festigen. Doch Grom schreckte versehentlich eine Rasse von weiblichen Kampfelfen auf. Ihr Ärger über die Waldrodung durch die Orks entlud sich in Form des Halbgottes Cenarius, der seine abgelegene Lichtung verließ und Krieg über Grom Hellscreams Kriegshymnen-Clan brachte. Der Kriegshymnen-Clan geriet in schwere Bedrängnis aufgrund der Bedrohung durch die Nachtelfen und Grom Hellscream opferte sich ein weiteres Mal den dämonischen Energien, die die Brennende Legion versprach, um seinen Clan zu beschützen.


Der Tod eines Helden

Einmal mehr erstarkt durch das Blut des Dämonenlords Mannoroth griffen Grom und sein Clan die Nachtelfen an und konnten den Halbgott Cenarius überraschen und besiegen. Der Preis dafür allerdings war grausam: Grom Hellscream und der Kriegshymnen-Clan waren ein weiteres Mal Diener der Brennenden Legion.


Die Befreiung Groms Hellscreams

In Kalimdor war Thrall verwirrt von dem Verschwinden seinen Freundes Grom. Er machte sich zusammen mit dem Tauren-Häuptling Caine auf die Suche nach dem Orakel. Der Zufall wollte es, das sein Ziel gleichzeitig der Aufenthaltsort von Jaina Prachtmeer war, die all jene Menschen nach Kalimdor geführt hatte, die ihr zu folgen bereit gewesen waren. Tief in den Stonetalon Bergen kam ein ungewöhnliches Bündnis zustande, um Grom Hellscream aus den Klauen Mannoroths zu befreien. In einem Akt der Verzweiflung wurde Grom in einem Seelenstein gefangen und die Menschen und Orks schafften es mit Hilfe von Magie, ihn aus dem verderbenden Einfluss Mannoroths zu befreien.

Nach seiner Befreiung gab Grom gegenüber Thrall zu, dass der dämonische Fluch, der so lange auf den Orks gelegen hatte, selbstverschuldet war. Die alten Häuptlinge der Orks hatten ihre Untertanen geopfert, um die von Mannoroth versprochene Macht zu erlangen. Sie hatten freiwillig von seinem Dämonenblut getrunken. Thrall war außer sich vor Wut und gemeinsam machten sich die beiden auf, um den Dämonenlord zu töten. Ein gigantischer Kampf entbrannte und schussendlich gelang es Grom, einen tödlichen Schlag anzubringen. Doch der Tod des Dämons setzte gewaltige Energien frei, die Grom schwer verwundeten. Der alte Häuptling starb in den Armen seines Bruders, doch zumindest frei von dem Fluch, der ihn so lange in seinem Bann gehalten hatte.


Die Invasion Kalimdors

Die Kontrolle über die untote Plage wurde der Brennenden Legion übergeben und die Invasion Kalimdors begann richtig. Als die Dämonen und Untoten sich den Tälern vom Eschental nähern, machten die Wächter der Nachtelfen, die lange Zeit zuvor postiert worden waren, um diese Bedrohung zu überwachen, mobil um den grausamen Gegner zu stellen. Sie weckten die mächtigen Druiden aus einem Zustandm der Smaragdgrüner Traum genannt wurde und die Nation der Nachtelfen zog gegen die untote Bedrohung. Die Gefahr war groß, und die Anführerin der Nachtelfen, Tyrande Flüsterwind, trifft die Entscheidung, sogar jene für den Kampf zu mobilisieren, die gefangen gehalten wurden. So kam es, dass Illidan 10.000 Jahre nachdem er einen zweiten Brunnen der Ewigkeit aus einem Teil des ersten erschaffen hatte, aus seinem Gefängnis tief unter der Erde befreit wurde.

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